IWF bewilligt Milliardenkredit an die Ukraine

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[Florian Rötzer] Die mit dem Milliardenkredit verbundenen Auflagen könnten für Unruhen sorgen.

Der IWF hat gestern beschlossen, der Ukraine einen vierjährigen Kredit über 17,5 Milliarden zu gewähren und damit das Land vor der drohenden Staatspleite zu retten, bzw. diese hinauszuschieben. Es wäre kaum denkbar gewesen, dass der IWF zu einer anderen Entscheidung hätte kommen können, da der Westen uneingeschränkt hinter Kiew gegen die „russische Aggression“ steht. Den Kredit nicht zu gewähren, hätte nicht nur bedeutet, dass die Ukraine bankrottgeht, sondern auch, dass die militärische Aufrüstung zusammenbricht.

Allerdings kommt der Kredit nicht den ukrainischen Menschen zugute, erfüllt werden lediglich Schuldenpflichten. Das könnte demnächst ähnlich wie in Griechenland zu Protesten gegen die Regierung führen, weil die Bevölkerung unter den mit den Krediten verbundenen Sparmaßnahmen noch mehr leiden wird.

Zwar hatte der ukrainische Präsident Poroschenko wohl gehofft, in der ersten Tranche mehr zu erhalten, als die 2,7 Milliarden US-Dollar, die der IWF bewilligt hat. Er hatte auf mindestens 5 Milliarden gehofft und erklärt, dass es desto besser sei, je mehr die Ukraine erhalte.

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