Iskander-Raketen, Russland-Luftbrücke und die Lebensmittelsicherheit in Kaliningrad

Meinung03b
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Anfang der Woche waren die Medien voll von Informationen über die Auslösung der vollen Gefechtsbereitschaft für den Militärbezirk WEST der Russischen Föderation, zu dem auch das Kaliningrader Gebiet gehört. Kurz danach tauchten Details auf, Details die nur teilweise in den westlichen Medien publiziert wurden – aus welchen Gründen auch immer. Eine Woche hatte ich Zeit zum Nachdenken, ob ich mich diesem Thema stelle, oder doch lieber über die Eröffnung der Saison im Botanischen Garten in Kaliningrad berichte.

Ja, Kaliningrad steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ende vergangenen Jahres hatte die amerikanische Agentur „Bloomberg“ vorhergesagt, dass Kaliningrad zum „Brennpunkt 2015“ werden könnte. Es scheint so, als ob die Agentur gut recherchiert und analysiert hat.

Ich würde mir lieber wünschen, dass Kaliningrad zu Tourismus- oder Investitionsthemen im Zentrum der Aufmerksamkeit steht – aber leider ziehen wir die Aufmerksamkeit mit „Iskander“-Raketen auf uns, also Raketen die 500 Kilometer fliegen und dabei auch noch gewöhnliche oder Atomsprengköpfe tragen können. Und von diesen Raketen sind nun, im Rahmen der russischen Großmanöver, ein paar nach Kaliningrad verlegt worden. Wie lange diese Raketen bleiben – keine Ahnung und ob die dazu passenden Atomsprengköpfe auch schon in einem Kaliningrader Lager liegen, weiß ich auch nicht. Aber nachdenklich macht es schon.

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