Glücksgefühle

Irina Orkina (c) GlücksgefühleIrina Orkina (c) Glücksgefühle
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[Hanns-Martin Wietek] In der mit Absicht aufgeheizten politischen Situation ist es immer wieder erfrischend, sachliche und logische Argumente zu hören – man freut sich, dass es das heute auch noch gibt. Denn wenn Emotionen den Verstand vernebeln, sind auch sonst wissensreiche Kapazitäten mit Blindheit geschlagen und ihrer ansonsten durchaus qualifizierten Urteilsfähigkeit beraubt. Oft zweifelt man daran, dass die hervorgebrachten Argumente ernst gemeint sein können – ja der Verdacht kommt auf, dass sie wider besseres Wissen gemacht werden, sozusagen als zweckdienliche Lügen –, denn man kennt die Betreffenden als kenntnisreiche Fachleute.

Und es macht Mut, dass es Menschen gibt, die gegen die gesteuerte Mainstream-Meinung aufstehen, die nicht mit den Wölfen heulen und sich behaupten, und es macht ebenfalls Mut, dass man nicht allein steht mit seiner Meinung – dass man doch kein Einzelkämpfer ist. Und – ich gestehe – es sind auch Streicheleinheiten, wenn man sagen kann: genau meine Meinung!

In der »ZEIT« vom 19. März hat der sehr engagierte Gerd Koenen eine Veröffentlichung von Jörg Baberowski in derselben Zeitung heftig angegriffen – sozusagen „verrissen“. Nun meldete sich Herr Baberowski wieder zu Wort. Und die Antwort ist eines der leider selten gewordenen Glücksgefühle.

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Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.