Gabriel möchte russische Offiziere wieder in das »Gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung« (JCCC) zurückholenGabriel Sigmar SPD Parteitag by Olaf Kosinsky-13 CC BY-SA 3.0 de

Gabriel möchte russische Offiziere wieder in das »Gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung« (JCCC) zurückholen

Deutschland wird versuchen, die russische Regierung davon zu überzeugen, russische Offiziere in das Gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung (JCCC) zurückzubringen. Das erklärte Außenminister Sigmar Gabriel auf einer Pressekonferenz in Kiew am Mittwoch, 3. Januar, wie die ukrainische Nachrichtenagentur »Ukrinform« berichtet.

„Es ist sehr wichtig, die russische Regierung davon zu überzeugen, dass Russland wieder an der gemeinsamen Kommission teilnehmen sollte, und es ist wichtig, dass die Ukraine in dieser Hinsicht direkten Kontakt mit Russland hat. Wir wollen Russland überzeugen und alles zusammen mit der Ukraine tun, so dass der Abzug der russischen Offiziere rückgängig gemacht wird und sie in diese Kommission zurückkehren konnten“, sagte Gabriel.

Auf die Frage ob die russischen Offiziere im JCCC durch Vertretern anderer Länder ersetzt werden könnten, insbesondere Deutschland, sagte Gabriel, dass der Zweck der Kommission darin bestehe, eine direkte Verbindung zwischen der Ukraine und Russland herzustellen, um beginnende Konflikte dadurch zu stoppen.

„Die Rücknahme der russischen Offiziere aus der Kommission bringt keinen Vorteil. Deshalb ist es unser Ziel, russische Offiziere in diese Gruppe zurückzubringen“, sagte Gabriel und fügte hinzu, dass deutsche Vertreter an der Sonderbeobachtermission der OSZE in der Ukraine beteiligt sind.

Am 19. Dezember hatte das russische Außenministerium die russischen Mitglieder der JCCC zurückgezogen, da – laut russischen Aussagen – die ukrainische Seite unzumutbare Situationen schuf. Es sei eine „angespannte moralische und psychologische Situation“ entstanden.

Das ukrainische Außenministerium bezeichnete den Rückzug Russlands aus der JCCC dagegen als eine Provokation, die die Vereinbarungen von Minsk stark untergrabe.

[hmw/russland.NEWS]

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