Fußball: Die Premier Liga-Hinrunde ist in Russland gespielt

Premier Liga: Fußballmeisterschaft wieder offen – Videos vom Spieltag.Premier Liga: Fußballmeisterschaft wieder offen – Videos vom Spieltag.
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Moskau. In der russischen Fußballmeisterschaft, der Premier Liga, sind die ersten 15 Spieltage bereits Geschichte und damit die Hinrunde abgeschlossen. Die Premier Liga wurde 2001 gegründet und löste ab der Saison 2002 die russische Oberste Division ab. Jetzt befindet man sich in der 12. Saison – wer waren in dieser bisherigen Saison die Spieler-Persönlichkeiten und was verdienen sie eigentlich?

Der auffälligste Spieler in der Hinrunde der Premier Liga war ganz bestimmt der brasilianische Stürmer Hulk (Givanildo Vieira de Souza) gewesen, von Zenit St. Petersburg.

 

Hulk besitzt alle Qualitäten, von denen einen Vertreter seiner Rolle nur träumen kann. Er besitzt explosive Geschwindigkeit, hat einen strammen Schuss aus jeder Entfernung und fackelt nicht lange vor dem Tor. In 10 Einsätzen in der Hinrunde erzielte er sieben Treffer.

 

Das russische Sportportal „sports.ru“ veröffentlichte jetzt eine Rangliste der bestbezahlten Fußballspieler der Premier Liga, danach ist Hulk auch der Spitzenverdiener in der Premier Liga. Laut „sports.ru“ soll Hulk sieben Millionen Euro pro Jahr verdienen. Dieses ist das garantierte Einkommen, das sein Gehalt und einen Bonus beinhaltet, nicht aber Prämiengelder für Spielgewinne.

 

Im Herbst 2012 kostete Hulk 55 Millionen Euro dem Verein Zenit St. Petersburger, er wechselte vom FC Porto an die Newa. Hulk war aber das Geld auch Wert und hat sich jetzt zum besten Spieler der Premier Liga entwickelt.

 

Der Senegalese Dame N’Doye von Lokomotive Moskau ist ein genialer Fußballer, der seinen Gegner keine Ruhe während des Spiels gönnt – er ist immer in Bewegung. In einigen Spielen legte er ein Tempo vor, dass keiner seiner Gegenspieler ihm folgen konnte. Aber am wichtigsten war – er zeigte einen grandiosen Instinkt um Tore für Lok zu erzielen. Neun Tore in 13 Einsätzen unterstreichen dieses.

 

Alexander Kokorin von Dynamo Moskau ist der beste russische Fußballer in der Hinrunde gewesen. Er ist aber auch mit einem schwierigen Temperament ausgestattet – man muss ihm trotz seines Alters von erst 22 Jahren Verantwortung übertragen, ansonsten verliert Kokorin schnell die Lust am Fußball. Dynamo, und auch Fabio Capello der Trainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft, haben jetzt festgestellt, dass der Angreifer in der Lage ist in der Spitze nahezu alle Fragen zu lösen. In zehn Einsätzen für Dynamo erzielte Kokorin sieben Tore.

 

Fabio Capello sagte einmal, Alexandr Kokorin habe die Chance, zum Star der Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu werden. Vor der Saison wechselte er für einen Monat zu Anschi Machatschkala, um gleich wieder zu Dynamo zurückzukehren – zu einem verbesserten Gehalt. Mit 5 Millionen Euro Jahresgage ist Kokorin der drittbeste bezahlte Spieler der Premier Liga, nach „sports.ru“.

 

Der Armenier Jura Mowsisjan von Spartak Moskau hat endlich das Vertrauen seines Vereins gewonnen und gab dieses auch prompt zurück, indem er zu einem der führenden Persönlichkeiten in der Liga wurde. Für den Bruchteil einer Sekunde kann er von Verteidigung auf Sturm umschalten und High-Speed-Dribblings vollbringen. Dies beweisen seine neun Tore in 14 Einsätzen für Spartak. Mowsisjan spielt erst seit Dezember 2012 bei Spartak Moskau und hat eine enorme Entwicklung genommen.

 

Andrej Woronin ist ein Mann der Worte. Er versprach, im Gegensatz zu den Vorhersagen der Skeptiker, Dynamo wird einen Europa-League-Platz am Ende der Saison belegen. Zur Halbzeit hat er Recht, Dynamo hat den fünften Tabellenplatz inne. Mit sieben Toren in 14 Saison-Einsätzen trug Woronin entscheidend dazu bei. Darüber hinaus wurde Woronin der unbestrittene Anpeitscher der blau-weißen Moskauer, sowohl im Spiel als auch im Geiste. Der 34-jährige Ukrainer reißt die jugendlichen Spieler von Dynamo einfach mit und treibt sie voran. Der sehr professionell orientierte Woronin gibt immer hundert Prozent. Es ist schwierig, auch nur einen einzigen Makel in seiner Fußball-Ausbildung zu finden.

 

Der Portugiese Miguel Danny und sein brasilianischer Kollege Hulk sind die besten Fußballspieler Zenits in dieser Saison und damit auch in der gesamten Premier Liga. Danny hält zurzeit mit zehn Saisontoren, zusammen mit Artem Dzyuba vom FK Rostow, die Spitze in der Torschützenliste Russlands. Danny ist das „Perpetuum mobile“ von St. Petersburg – er läuft, und läuft, und läuft. Es ist extrem schwierig, für jeden Gegenspieler, dem Mittelfeldspieler zu folgen und ihm unter Kontrolle zu bekommen. Seine Ideen und Pässe sind schon genial und selber vollstreckt er auch noch. Mit 3,4 Millionen Euro Gehalt nimmt Danny auch einen vorderen Platz in der Gehaltslisteliste der Premier Liga ein.

 

Der belgische Mittelfeldspieler Axel Witsel, der zusammen mit Hulk zu Zenit wechselte, hat einen festen Platz in der Startaufstellung von Zenit, aber man kann schwerlich behaupten, dass seine Leistungen die 40 Millionen Euro Ablöse rechtfertigen. Sein Jahresgehalt von vier Millionen Euro entspricht auch nicht ganz seiner bisherigen Leistung. Da ist noch Nachholbedarf von Witsel gefordert.

 

Der ehemalige deutsche Nationalstürmer Kevin Kuranyi hat in dieser Saison bisher einen schweren Stand bei Dynamo Moskau. Er plagte sich im letzten Halbjahr mit etlichen Verletzungen. Trotzdem betonte der Trainer von Dynamo Dan Petrescu mehr als einmal, dass er große Hoffnungen mit Kuranyi verbinde. Seit seiner Rückkehr in die Mannschaft hat er bisher allerdings nur ein Tor erzielt. Er liegt mit 5,7 Millionen Euro Jahresgage an zweiter Stelle der der bestbezahlten Fußballspieler in Russland, laut „sports.ru“.