Finnland plant nächtliche Schliessung des Grenzübergangs Imatra

Foto: Alexey Ivanov/ Wikimedia Commons via SPZFoto: Alexey Ivanov/ Wikimedia Commons via SPZ
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Die geplante nächtliche Stilllegung des Grenzübergangs Imatra-Swetogorsk hat für einen Aufschrei im Transport- und Tourismusgewerbe gesorgt. Man findet, Finnland würde sich damit selber schaden, und in der jetzigen Krise sollten die Politiker den russisch-finnischen Grenzverkehr eher ankurbeln, statt ihn einzuschränken.

Der Grenzverkehr hat seit dem Beginn der Krimkrise und der Einführung des Lebensmittelembargos von russischer Seite drastisch abgenommen. Die überfüllten Busse mit Russen, die ihre Einkäufe in Lappeenranta, Imatra und Tampere erledigten, sind selten geworden. Immer öfter kommen jetzt Finnen auf Shopping-Tour ins russische Wyborg, um vom billigen Rubelkurs zu profitieren.

Auch die Reisefreudigkeit der Russen, die früher mit Billigflügen aus den grenznahen finnischen Flughäfen in die ganze Welt flogen, hat dramatisch abgenommen. Billigflieger wie Ryanair haben ihre Flüge gestrichen, doch die Bedeutung von Helsinki als „Sprungbrett“ für russische Passagiere ist immer noch gross. Darum machen diese immer noch einen Grossteil der nächtlichen Grenzgänger aus.

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