Experten vermuten: Tschernobyl-Unglück von Erdbeben verursacht

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An dem Tschernobyl-Reaktorunglück ist möglicherweise kein Dispatcher des AKW, sondern ein Erdbeben schuld. Diesen Standpunkt vertritt eine Gruppe russischer und ukrainischer Experten, berichtet die „Parlamentskaja gaseta“.

Laut dem Chef des Zentrums für instrumentale Umweltkontrolle und geophysikalische Prognosen, Igor Janizki, liegen Angaben vor, wonach sich die geophysikalischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erdoberfläche vor Erdbeben und Katastrophen drastisch verändern – alle physischen Felder und Medien: elektromagnetische, dynamische, temperaturgebundene, akustische und sonstige werden gestört.

Laut dem Experten verwandelt sich Berggestein schon in einer Tiefe von sieben Kilometern, mit Sauerstoff und Helium gesättigt, in einen gewissen Plasmoid. Bei einer aktiveren Geodynamik, die Hochfrequenzen aufweist, kann ein tief gelegener Plasmoid von der Erde nach oben ausgestoßen werden, und zwar in Form von Hochtemperaturplasma, welches ihre Oberfläche verformt.

Nach Angaben der Forscher fing der atmosphärische Druck um Tschernobyl seit dem 20. April 1986 an, sich drastisch zu verändern. Der kritische Punkt fiel auf den 25. April, den Vorabend der Katastrophe.

Janizki zufolge wird auch heute noch mit Geräten im Raum von Tschernobyl eine erhöhte seismisch-tektonische Aktivität registriert.