Europa-Liga – Krasnodar schlägt Dortmund und steht in den Play-Offs

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Nach der unerwarteten Niederlage am letzten Bundesliga-Wochenende gegen Hamburg musste der BVB im Europa-Liga-Spiel gegen Krasnodar erneut eine Schlappe hinnehmen. Rubin behauptet sich bei dichtem Schneetreiben in Kasan gegen Sion; Sporting Lissabon rächt sich bei Loko für die Niederlage im Hinspiel.

Vor vollbesetzter Hütte biss sich der BVB Donnerstagabend an Gegner Krasnodar die Zähne aus. Schon in der 1. Minute verursachte der zuletzt auch in der Bundesliga unglücklich agierende Mats Hummels einen Elfmeter, den Pawel Mamajew sicher im Kasten von Roman Weidenfeller unterbrachte. Danach spielten neben dem hervorragend agierenden Keeper Andrej Dikan auch die Latte und der Pfosten für die Gastgeber.

Krasnodar verlegte sich größtenteils auf Verteidigung, zeigte aber auch mehrere gefährliche Konterangriffe. Dortmund konnte im Endeffekt nichts Zählbares aus seiner Überlegenheit machen und musste mit einer knappen 0:1-Niederlage die Rückreise in den Ruhrpott antreten. Beide Mannschaften haben jetzt jeweils 10 Punkte und stehen damit im Sechzehntel-Finale.

Buntes Schneetreiben in Kasan

Bei Rubin Kasan war der Schweizer Club Sion zu Gast. Von Anfang an waren die Hausherren überlegen – vielleicht half ihnen das dichte Schneetreiben in der Hauptstadt Tatarstans. In der 30. Minute lag so viel Schnee auf dem Platz, dass ein orangefarbener Ball her musste. Sion schien das aus dem „Winterschlaf“ zu reißen, denn plötzlich zeigten sie mehr Biss. Was allerdings bereits in der 34. Minute mit einer gelbroten Karte für Birama Ndoye endete.

Die hochverdienten Tore für Kasan fielen erst spät – in der 72. Minute landete ein abgefälschter Fernschuss von Blagoy Georgiev im Netz; kurz vor Abpfiff machte Marko Devic dann den Deckel drauf. Rubin hat noch alle Chancen aufs Weiterkommen, muss dafür aber unbedingt im letzten Spiel am 10. Dezember auswärts Bordeaux besiegen.

Loko fährt Metro und fällt „revanchistischem“ Sporting zum Opfer

Auch Lokomotive Moskau hatte ein Heimspiel, und diese banale Tatsache hatte ungeahnte Folgen: Der französische Präsident war zu Besuch in der russischen Hauptstadt, was im Feierabendverkehr zu einem Verkehrskollaps führte. Der Mannschaftbus stand folgerichtig im Stau, und um nicht zu spät zum Spiel zu kommen, musste Loko mit Mann und Maus in die Metro umsteigen.

Schaden nahm dabei niemand, und den Fotos in den sozialen Netzwerken nach zu schließen, hatten die Spieler viel Spaß an der U-Bahn-Fahrt zum Stadion. Der Spaß ging zunächst auch auf dem Platz weiter – bereits in der 5. Minute netzte Maicon im Direktduell gegen Sporting Lissabons Torhüter ein. Aber dann drehten die Portugiesen das Spiel, und zur Pause stand es bereits 3:1 für die Gäste.

Im zweiten Durchgang wurde Loko aktiver, ließ dabei aber auch viele Konter zu. Sporting legte noch eins drauf, kurz vor Schluss verschönte Alexej Mirantschuk das Ergebnis ein wenig – 4:1. Sporting revanchierte sich damit für das 1:3 im Hinspiel. In der Gruppe ist vor dem letzten Spiel alles offen – die Moskauer können sich mit einem Sieg über den krassen Außenseiter Skënderbeu den Sprung in die K.o.-Runde sichern.

[sb/russland.RU]