EU: Externer Feind nicht unwillkommen

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Der NATO-Gipfel ist überstanden; wir dürfen aufatmen. Die Medien wenden sich realen Themen zu: der enttäuschenden Europameisterschaft, der linksradikalen Staatsverachtung in Berlin, dem drohenden Sommerloch. Jetzt müssen sie wieder Aufhänger suchen, die Damen und Herren Redakteure.

In den Tagen vor Warschau war das kein Problem: „Die Angst vor einem russischen Blitzkrieg“, titelte FAZ Online. „Tausend Soldaten sind nicht genug“ forderte der litauische Außenminister Linas Linkevicius in der WELT. Das Münchener Wochenmagazin Focus propagierte Pläne polnischer Expansionisten aus der Zwischenkriegszeit: Ein Staatengebilde namens „Intermarium“ von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer könne der russischen Aggression Einhalt gebieten.

Je mehr Russenangst, desto besser

Das mediale Trommelfeuer hatte zum Ziel, die Skeptiker weichzuschießen. Wie bei den Sanktionsverlängerungen kommt es auch bei der NATO darauf an: Alle für einen, einer für alle. Nur keine Abweichler und Ausscherer.

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