Erkenntnisstand zum Flugzeugabsturz 13.00 Uhr MEZ

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Russlands Verkehrsminister Maxim Sokolow sagte heute Morgen, dass ein Terroranschlag nicht als Hauptursache für den Absturz der Tu-154 am Sonntagmorgen über dem Schwarzen Meer angesehen wird. Experten gingen von einer technische Störung oder menschlichem Versagen aus.
Es sei allerdings nicht die Aufgabe der Regierungskommission, die Absturzursache zu ermitteln, man müsse allerdings für die Organisation der jetzt zu erledigenden Aufgaben eine Hypothese der Absturzursache haben.

Das Verteidigungsministerium teilte ebenfalls heute Morgen mit, dass nach Analyse der Flugkontrolldatendaten der Funkmessstationen die Flugbahn und die Absturzstelle ermittelt worden seien:
Das vom Militärflughafen »Tschkalkowski« bei Moskau gestartete Flugzeug machte einen Zwischenstopp auf dem Flugplatz »Adler« bei Sotschi zum Auftanken, konnte nach dem Start dann nicht an Höhe gewinnen, machte nach 6 km eine 180 Grad-Wendung und verschwand vom Radar, d.h. es stürzte 6 km vor der Schwarzmeerküste ab.

Das Katastrophenschutzministerium hat heute Morgen ein Video einer Drohne von der Absturzstelle veröffentlicht, das die Sucharbeiten zeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=AMdzUNZovTA

Eine Video-Überwachungskamera hatte zur des Flugzeugabsturzes von diesem Gebiet Aufnahmen gemacht und einen grellen Blitz aufgenommen, was mit dem Absturz in Verbindung gebracht worden war. Nach genauer Analyse habe man aber jetzt festgestellt, dass der Blitz erst eine halbe Stunde nach dem Absturz entstand, schreibt »Rossijskaja Gazeta«.

(Hanns-Martin Wietek/Russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.