Ende Legende – „Fare thee well“ auch in Russland im Kino zu sehen

Bild: grateful dead.com (guess it's ok to spread the news with that graphic ;-))Bild: grateful dead.com (guess it's ok to spread the news with that graphic ;-))
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Chicago/Moskau/St. Petersburg – Ein Kapitel geht nach 50 Jahren in die Geschichte ein. Die vier alten Herren, weit über 60, die da im Soldier’s Field in Chicago auf der Bühne stehen werden, sind die Gründungsmitglieder eines Phänomens das seit Mitte der 60-er bis heute und vermutlich auch noch in der Zukunft, die Generationen zusammen geschweißt hat und werden wird. Die Rede ist von der Kalifornischen Hippie-Kommune Grateful Dead, die nun mittlerweile auch in die Tage gekommen ist.

So manche leben nicht mehr und manche haben sich anderweitig orientiert. Jedoch, der Geist ist über 50 Jahre lang der gleiche geblieben. Und, man mag staunen, selbst im fernen Russland gibt es eine Handvoll dieser Deadheads, wie sie sich liebevoll und wertschätzend nennen. Ein buntes Volk, das aus Harmonie und Hingabe einem Lebenstraum entgegen strebt. Umka nennt sich die Botschafterin der psychedelischen Karawane, die in Russland zugegen ist. Mit richtigem Namen heisst sie ja Anna Gerasimova, stammt aus Moskau und hat sich über Allen Ginsburg und Jack Kerouac die Szene um die Subkultur der Beatniks und Hippies einverleibt.

Aber zurück zu den alten Herren, die den „Cowboy Neil“ besser gekannt haben, als Ihn Jack Kerouac jemals hätte beschreiben können. Sie hören auf. Nicht so richtig, aber diese 50 Jahre Fete ist als letzte Gemeinsamkeit deklariert. Grund genug, die ganze Welt daran teilhaben zu lassen. Da diese, (heute sind es Alt-) Hippies schon vor Sputnik und Apollo begonnen haben den Weltraum für sich zu erforschen, liegt es nahe, dass ein Satellit den Kosmos auf die Erde transportiert. Auch nach Russland.

Deshalb wird am 6. Juli, sowohl in Moskau als auch in St. Petersburg in den „Formula“-Kinosälen, der Cosmic Charlie macht es möglich, diese elitäre Veranstaltung öffentlich zu sehen sein. Weitere Infos zu diesem Event in Russland und sonst wo auf diesem Planeten finden interessierte Althippies und solche sie es noch werden wollen im Internet.

[mb/russland.RU]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.