Eiskunstlauf-WM in China: Russische Damen Top, Paare naja

Im Eistanz Ränge sieben bis neun für russische Paare - nach dem Kurzprogramm Tuktamyschewa und Radionowa auf Medaillenkurs

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Die Zwischenbilanz der russischen Mannschaft bei der laufenden Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft ist (wieder einmal) vor allem bei den Damen erfreulich. Nach dem Kurzprogramm führt die Petersburgerin Elisaweta Tuktamyschewa recht deutlich vor Elena Radionowa aus Moskau. Dritte ist vor der entscheidenden Kür die Japanerin Satoyo Miyahara.

Russische Sportpaare landen hinter Medaillenrängen

Anna Pogorilaja, die dritte Russin im Einzel-Wettkampf befindet sich im Ramen ihrer Erwartungen auf einem neunten Platz, die einzige deutsche Starterin Nicole Schott rangiert auf Rang 19, die Schweizerin Eveline Brunner ereichte mit Rang 33 den Kür-Wettbewerb nicht, zu dem nach dem Kurzprogramm die besten 24 Teilnehmerinnen zugelassen werden. Die russischen Sportpaare mussten ihre Medaillenhoffnungen begraben. Kawaguti/Smirnow aus Petersburg lagen am Ende nach einer nicht ganz so geglückten Kür auf Rang 5  vierzehn Zähler hinter den Chinesen auf Bronze. Damit wird das ambitionierte Comeback-Paar nicht zufrieden sein. Hinter dem Goldpaar Duhmal/Radford (Kanada) sind die drei China-Duos im „Konvoi“ auf die Ränge zwei bis vier gelaufen. Das jüngere russische Paar Tarasowa/Morosow lag am Ende nur hauchdünn hinter den Petersburgern auf Rang 6, womt es wahrscheinlich zufriedener sein wird, als Kawaguti/Smirnow. Vielleicht ist es auch Zeit für einen Generationswechsel bei den russischen Sportpaaren. Das dritte Duo aus Russland Astachowa/Rogonow landete im Endclassement auf Rang 10.

Russland beim Eistanz dreimal weit weg vom Treppchen

Bei den Herren liegt Sergej Woronow aus Moskau knapp hinter den Medaillenrängen auf Rang vier, Maxim Kowtun, der einst Legende Pljuschenko bei den russischen Meisterschaften deplatziert hatte, überzeugte nicht und findet sich im Zwischenklassement nach dem Kurzprogramm auf Rang 16. Abgeschlossen ist der Wettbewerb im Eistanz, wo die drei russischen Paare direkt hintereinander auf den Rängen sieben bis neun landeten und den Eindruck verstärkten, dass hier viele gute Paare im Land miteinander konkurrieren, aber die großen Überflieger aktuell nicht zu finden sind. Anders als bei den Damen, auf die sich die Augen der Eiskunstlauf-Fans zwischen Kaliningrad und Kamtschatka jetzt am Wochenende richten werden.

Roland Bathon, russland.RU; Foto: Aktuell führend bei den Damen Elisaweta Tuktamyschewa, Foto auf einem russischen Wettbewerb (c) Michail Scharow / russland.RU