Eiskunstlauf: Elena Radionowa gewinnt Japan Open [mit Video]

Dritte wurde Anna Pogorilaja - Team Europa mit russischer Beteiligung gewinnt Mannschaftswertung

Die Saison könnte für die russischen Eiskunstläuferinnen kaum besser beginnen, als 2014. Nach dem Sieg von Tuktamyschewa in Oberstdorf gewann nun Elena Radionowa, gerade aus dem Juniorinnen-Lager aufgerückt,  mit überragenden 136,46 Punkten vor der  Japanerin Satoko Miyahara die Japan Open.

Radionowa anspruchsvoll – Pogorilaja Dritte

Seine anspruchsvollen Sprungkombinationen mit sieben Dreifachsprüngen und zwei Doppelaxel meisterte der etwas gewachsene Eisfloh aus Moskau mit Bravour und erarbeitete sich mit ihrer technischen Brillianz und Lebendigkeit fünf Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Miyahara hatte ein ebenso anspruchsvolles Programm und verlor auf Elena vor allem wegen deren einwandfreier Landungen.  Bei YouTube gibt es ein japanisch kommentiertes Video von Radionowas Kür in Japan. Wir wollen hier aber gleich feststellen, dass das nicht von unserer Seite kommt und wir das nur von einem anderen YouTube-Channel eingebettet haben, da wir nicht wissen, ob sich das Video auf diesem russischen Kanal authorisiert befindet:

https://www.youtube.com/watch?v=5rk0K14KWAU

Auf dem offiziellen Kanal der Eislaufunion finden sich leider keine Videos aus Japan. Radionowa war im letzten Jahr noch mehrheitlich im Juniorinnen-Bereich angetreten, dort bereits zum zweiten mal Juniorenweltmeisterin geworden. Als nächstes wird sie in Frankreich bei der traditionsreichen Trophée Eric Bompard dabei sein, wo sie auch auf ihre Konkurrentin Julia Lipnizkaja trifft, was einiges an innerrussischer Spannung verspricht.

Auch die Dritte im Wettbewerb beim Japan Open kam aus Moskau – Anna Pogorilaja. Sie gewann zuletzt 2013 den Cup of China. Bei den Männern siegte der Japaner Patrick Chan vor dem Spanier Javier Fernandez.

Team Europa gewinnt Mannschaftswertung

In der Mannschaftswertung siegte das Team Europa – bestehend aus den beiden Russinnen, dem Spanier und einem Tschechen – vor Nordamerika und Gastgeber Japan. Wenn Europa überall so einig wäre, wie in diesem Eiskunstlauf-Wettbewerb, würde es mit Sicherheit auch in anderen Bereichen mehr Erfolge und weniger Konflikte geben. Das Japan Open findet jährlich unter großem Interesse des örtlichen Publikums statt – die Halle in Saitama, dem Austragungsort des Wettkampfes, fasst 20.000 Zuschauer und ist dennoch brechend voll. Eiskunstlauf hat in Japan einen hohen Stellenwert, in Europa fast nur vergleichbar mit Russland. Im vergangenen Jahr hatten die Gastgeber die Teamwertung noch gewonnen.

Roland Bathon – russland.RU; Foto: Elena Radionowa auf der Junioren-WM 2014, Michail Scharow / russland.RU