Eiskunstlauf: Damen-Power im Grand-Prix-Finale [mit Videos]

Elisaweta Tuktamyschewa siegt vor Elena Radionowa - auch Treppchenplätze bei den Herren und Sportpaaren in Barcelona

Die russischen Eiskunstlauf-Damen produzieren aktuell in Serie Dauer-Erfolge, die außerhalb der Sportgymnastik ihresgleichen suchen. Beim Grand-Prix -Finale an diesem Wochenende gab es gleich einen Doppelerfolg durch Elisaweta Tuktamyschewa und Elena Radionowa auf den beiden ersten Plätzen vor der US-Amerikanerin Ashley Wagner.

Doppelsieg und vier Russinnen unter der Top 6

Doch in der Finalgruppe der Top 6 gab es gleich noch zwei weitere russische Damen Anna Pogorilaja am Ende auf Rang vier und Julia Lipnizkaja auf der fünf, was für den ausdrucksstarken Jungstar vielleicht schon fast eine kleine Enttäuschung war. Bei Kurzprogramm noch auf Rang zwei liegend, versagten ihr in der Kür wie in Sotschi etwas die Nerven und sie fiel drei Plätze zurück. Doch die wiedererstandene Tuktamyschewa war auch von der übrigen Konkurrenz weder im Kurzorogramm noch in der Kür zu schlagen und siegte mit fünf Punkten Vorsprung vor ihrer Landsfrau, der immer spritzigen und lebendigen Eisfee Radionowa. Angesichts ihres Formtiefs in der letzten Saison kann man bei Tuktamyschewa getrost vom Eiskunstlauf-Comeback des Jahres sprechen. Einige bewegende Szenen aus Barcelona hat der russische Sportkanal auf seinem YouTube-Channel.

Video-Eindrücke vom Wettkampf

Wir sehen zu Beginn die weinende Julia Lipnizkaja nach ihrer verpatzten Kür und dann Tuktamyschewas finalen Siegesvortrag:

https://www.youtube.com/watch?v=bXb3aBGoGWI

Auch die Kür der zweitplatzierten Radionowa gibt es bei RTR Sport online:

https://www.youtube.com/watch?v=I5jhGMKZjFE

Bei der Nebelhorn-Trophy zu Saisonbeginn, als sich Tuktamyschewas Riesen-Comeback schon ankündigte, war auch russland.TV dabei und wagte eine nun zu 100 % eingetroffene Prognose:

Ingesamt ist die Damenriege nicht nur sportlich stark, sondern aufgrund ihrer Natürlichkeit und der Vielfalt im Ausdruck auch ein echter internationaler Sympathieträger für Russland – was aktuell wohl gebraucht werden kann. Dass die Erfolgsserie anhalten dürfte, zeigte sich im Finale der Juniorinnen, woe Jewgenija Medwedjewa aus Moskau vor ihrer Freundin und Konkurrentin Serafima Sachanowitsch gewann. Sachanowitsch hatte russland.TV in dieser Saison auch im Interview:

Wir werden in den kommenden Monaten auch versuchen, weitere Eiskunstlauf-Stars aus Russland zu interviewen, gerade von der starken Damen-Riege.

Auch russische Erfolge bei den Herren und Paaren

Bei den Herren, bei denen es nicht immer ganz so rosig ausschaut, sorgte Sergej Woronow mit einer guten Kür für einen überzeugenden dritten Rang. Der amtierende russische Meister Maxim Kowtum landete hinter ihm auf Rang vier. Bei den Sportpaaren überzeugte Stolbowa/Klimow mit einem zweiten Rang, während Kawaguti/Smirnow nach einem desolaten Kurzprogramm nur sechste wurden. Ähnlich erging es im Eistanz ebenso auf dem sechsten Platz Ilynich/Schiganschin. Einen Dreifacherfolg für Russland gab es im Junioren-Eistanz, wo alle Treppchenplätze von russischen Paaren besetzt waren – Rang eins erreichten Janowskaja/Mosgow aus Moskau.

Roland Bathon, russland.RU