Eishockey-WM: Sbornaja im vierfachen Siegestaumel

Neben der Schweiz und Kasachstan auch souveräne Siege in der Vorrunde gegen Mitfavoriten USA und Finnland

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Nachdem es bei der Olympiade im eigenen Land nicht so gut lief, ist die russische Sbornaja bei der aktuell laufenden Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren in Minsk wesentlich erfolgreicher und hat in der Vorrunde bereits die ersten vier Partien überlegen gewonnen – auch gegen Mitfavoriten.

Während die Schweiz als erster Gegner eher ein Trainingspartner war (5:0 geschlagen), gehörte der zweite Gegner Finnland schon eher zu Favoritenpreis. Dennoch konnten auch die Finnen die russische Mannschaft nie ins Hintertreffen bringen und wurden von der Sbornaja nach durchgängiger Führung seit dem ersten Drittel am Ende 4:2 besiegt. Am Montag kam es dann zum viel erwartete Klassiker gegen die USA, bei der es bereits mit über 14.000 Zuschauern schon den ersten Rekord beim Publikumsinteresse in der Minsk-Arena gab. Auch hier wollte die Sbornaja offenbar keine unnötige Spannung aufkommen lassen und fegte die US-Mannschaft mit 6:1 vom Eis. Dass die Russen dann gestern auch Kasachstan mit 7:2 abfertigten, wunderte dann niemand mehr.

Am Samstag treffen die Russen dann auf Deutschland, das nach einem eher durchwachsenen Auftakt auch kein großes Hindernis sein dürfte (deutsche Eishockeyfans mögen uns diese Einschätzung verzeihen). Das Abschlussspiel der Vorrunde bestreitet die Sbornaja dann kommende Woche gegen Gastgeber Weißrussland, bevor es dann für die Russen, aktuell Gruppenerster, jetzt schon sicher im Viertelfinale weiter geht. Nicht nur die Vorrundentabelle wird übrigens von der russischen Mannschaft dominiert, sondern auch die Statistik. Der beste Scorer der Turniers ist momentan Alexander Owetschkin, auf Rang drei folgt schon Wiktor Tichonow. Auch in der Defensive sind die Russen top: Sergej Bobrowski ist mit über 96 % gehaltenen Schüssen die unangefochtene Nummer eins. So könnte es was werden mit einem weiteren Weltmeistertitel, wenn das Turnier so weiter läuft, nachdem man im letzten Jahr auf einem mageren sechsten Platz landete. Russland.RU bleibt am Puck.