Eishockey-WM: Russland startet mit Niederlage gegen Tschechien

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Nun ist sie also im Gange, die Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau und St. Petersburg. Das Eröffnungsspiel in der Hauptstadt bereitete den russischen Fans und Experten eine Enttäuschung – gegen Tschechien setzte es für Russland Freitagabend eine herbe, aber folgerichtige 0:3-Niederlage.

Den Russen fehlte von Anfang an der nötige Biss, das Team wurde offensichtlich nicht mit seiner Favoritenrolle fertig. Auch mangelte es an Balance und gegenseitigem Verständnis auf dem Eis. Die Tschechen hatten dagegen weder Druck noch mussten sie irgendwem irgendetwas beweisen. Sie spielten munter auf und ließen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Damit wurden sie mit einem klaren Sieg belohnt.

Keine Panik?

Nach dem Spiel versuchte der russische Trainer Oleg Snarok, den Ball (den Puck) flach zu halten. Auf die Frage eines Journalisten, was er jetzt zu tun gedenke, sagte er lakonisch: „Wir haben keine Panik. Alles ist in Ordnung.“ Auch Sportminister Vitali Mutko verbreitete Optimismus: „Das Turnier ist lang, wir können alle schlagen. Die Chancen auf den Sieg sind nicht geringer geworden“, erklärte er gegenüber „Sport-Express“.

Verteidiger Alexej Jemelin zog ein Fazit aus Spielersicht: „Wir haben selbst nicht getroffen, zu viele Zeitstrafen kassiert und ein paar Fehler in unserer Zone gemacht – und das hat zu diesem Ergebnis geführt. Nervös waren wir nicht. (…) Oft ist es uns nicht gelungen, den Puck auf die gegnerische Seite zu bringen, besonders im zweiten Drittel.“

Ein „dreckiges“ Tor muss her!

Mannschaftsführer Pawel Dazjuk ist der Meinung, die Niederlage sei dem „großen Wunsch zu siegen“ geschuldet. „Wir wollten gut spielen und waren wohl übermotiviert“, sagte er beim Fernsehkanal „Match TV“. „Wir müssen mehr aufs Tor schießen, dürfen nicht nur endlos kombinieren. Ein dreckiges Tor muss erzielt werden, danach kommt alles von selbst.“

Sonntagmittag wartet mit Kasachstan der nächste Gegner.

[sb/russland.RU]