Eishockey: SKA macht das Unmögliche möglich und zieht ins Finale ein

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Was niemand für möglich gehalten hätte, ist eingetreten: SKA St. Petersburg hat im siebten Spiel gegen die Armee-Klubkollegen aus Moskau ein 3:2 hingelegt und zieht erstmals in seiner Geschichte in das Finale des Gagarin-Cups ein. Der Gegner dort heißt Ak Bars, die „Schneeleoparden“ aus Kasan. Das wird eine richtig harte Nuss – obwohl härter als das, was die Petersburger hinter sich haben, kann es eigentlich nicht mehr kommen. Aber wer weiß das schon.

Wie wir bereits berichtet hatten, lag SKA 0:3 zurück nach den ersten drei Spielen in der Serie, die bis zum vierten Sieg geht. Und dann gab es eine phantastische Aufholjagd. In der Geschichte der KHL, der Kontinentalen Hockeyliga, hat es so etwas noch nie gegeben.

Im ersten Drittel des Spiels am Dienstagabend in Moskau legte SKA zwei Pucks ins Netz, die Treffer gingen auf das Konto von Ilja Kowaltschuk und Jewgeni Dadonow. Im zweiten Drittel drehten die Hausherren von ZSKA das Spiel mit den Toren von Alexander Radulow und Stefan da Costa. Im abschließenden Drittel ging es dann richtig ans Eingemachte. SKA entschied die Begegnung zehn Minuten vor Schluss mit einem Wurf von Patrick Thoresen, der auch schon den ersten Treffer für die Petersburger eingeleitet hatte.

Ilja Kowaltschuk, der absolute Star der Petersburger und der russischen Nationalmannschaft, muss damit gegen seinen alten Klub antreten, bei dem er wegen eines Lockouts in der amerikanischen NHL 2004/2005 schon im Einsatz war.

Im Gegensatz zu SKA hat Ak Bars schon zweimal den Gagarin-Pokal gewonnen – 2009 und 2010. Die Petersburger betreten also Neuland. Das Finale beginnt am 11. April in Kasan, das zweite Spiel steigt am 13. April ebenfalls dort. Die Antwort von SKA erfolgt am 15. und 17. April im Eispalast in Petersburg. Weitere Spiele, wenn nötig, sind für den 19. und 23. April (Finale) in Kasan geplant, das sechste Spiel in der Serie wird am 21. April erneut im Eispalast in Petersburg ausgetragen.

[sb/russland.RU]