Donbass: Das ukrainische Beutevideo [Video aus YouTube]

Wild ballernde Regierungssoldaten werden zum YouTube-Hit

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Ein Originalvideo von einem ukrainischen Soldaten – gedreht am Checkpoint Nr. 31 beim Ort Frunse – fiel  in die Hände der Rebellen. Es wurde veröffentlicht und in den letzten beiden Tagen zum russischen YouTube-Hit.

Zu sehen sind recht sorglose Soldaten der Regierungstruppen, von denen man den Eindruck hat, sie „ballern“ etwas und auch etwas unkoordiniert in der Gegend herum und freuen sich. Am Ende besichtigen sie einen ausgebrannten Panzer unbekannter Herkunft – der Typ wird von beiden Seiten benutzt. Zu hören ist Ukrainisch, eine Reihe von osteuropäischen Schimpfwörtern (die unter Soldaten dort allgemein zur Umgangssprache gehören) und viel Geballere. Deshalb sparen wir uns eine genaue Übersetzung. Nur so viel: Das Wort „bljat“, im Video gefühlte 100 mal zu hören, ist in etwa das russische Gegenstück zu „Scheiße“.

Trotz des nicht gerade Hollywoodreifen Inhalts – oder vielleicht gerade wegen des Verhaltens der Soldaten und seiner Authenzität – es war nicht zur Veröffentlichung bestimmt – wurde das Video zu einem absoluten Hit mit bald einer dreiviertel Million Zuschauern. Die Rebellen, deren genaue Erlangung des Videos auch bei der Veröffentlichung unklar bleibt, leiteten es weiter an die ihnen nahe stehende abchasische Nachrichtenagentur Anna News, die es dann vorgestern auf YouTube beförderte mit dem Kommentar, dass hier eine „friedliche Stadt“ beschossen worden sei. Aus dem reinen Videoinhalt erschließt sich das direkt nicht. Hier scheint er der Spaß am Ballern und der Verbrauch von Munition im Vordergrund zu stehen. Ob der Filmer nun zu den Toten der letzten Tage gehört oder auf der Flucht seine Kamera ver