Die Milizen des Rechten Sektors wollen unabhängig bleiben

Igor Kolomojski

[Florian Rötzer] Der als Gouverneur zurückgetretene Oligarch Kolomoisky, Finanzier des Rechten Sektors, macht in einem Interview die verfahrene Situation in der Ukraine klar.

Am 25. März wurde der Oligarch Igor Kolomoisky, der von der Übergangsregierung als Gouverneur von Dnipropetrovsk eingesetzt, von Präsident Poroschenko zum Rücktritt gezwungen. Schon seit einiger Zeit gab es Gerangel, weil Kolomoisky seinen Einfluss auf den Öl- und Gaskonzern Ukrnafta und den Pipelinebetreiber Ukrtransnafta entgegen Parlamentsbeschlüssen sichern wollte und beide Firmen mit seinen bewaffneten Milizen vorübergehend besetzte – er sagt, es habe sich um Angehörige von Sicherheitsfirmen gehandelt. Allerdings sei dies geschehen, nachdem andere bewaffnete Kräfte von zwei ukrainischen Abgeordneten den Leiter von Ukrtransnafta festgesetzt hatten, der wiederum ein Spezl des Oligarchen ist. Kolomoisky wirft u.a. den Abgeordneten vor, Gas in großem Stil von Ukrnafta abgezweigt und in die Pipelines eingeleitet zu haben, womit sie illegal Milliarden an Profit gemacht hätten. Allerdings gilt auch Kolomoisky als Schlitzohr. Oligarchen in der Ukraine haben allesamt keine weißen Westen.

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