Die kleine und die große Russophobie

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[Kommentar Hanns-Martin Wietek] Man müsste lachen, wenn es nicht so traurig, ja tragisch wäre.

Da hat sich doch jemand in Kelheim an der schönen Donau peu à peu einen Atombunker in seinem Haus gebaut – bis hierhin kann man noch lachen.

Und er hat den Bunker auch gleich noch mit Waffen, Sprengstoff, Munition und Lebensmitteln (immer auf dem neuesten Stand) bestückt. Zwei Maschinenpistolen, 80 Langwaffen, 60 Handfeuerwaffen, 20.000 Schuss Munition und vierzig Kilo Material zur Sprengstoffherstellung hatte er laut dem LKA München gebunkert. Da vergeht einem dann doch das Lachen.

Laut einem Sprecher des LKA wollte der Mann seine Familie vor einem Überfall Russlands schützen. Nun beginnt man an seinem Verstand zu zweifeln.

Tragisch wird die Geschichte, wenn man feststellt, dass der Mann gar nicht verrückter ist, als unsere tonangebenden Politiker und deren mediale Vasallen. Was der arme Verrückte im Kleinen machte, machen sie im Großen: unbegründet Angst schüren, verbal Krieg führen und Aufrüsten. So unsinnig wie es bei dem kleinen Verrückten ist, so unsinnig ist es bei den „großen“. Der kleine Verrückte wird bestraft werden, die großen …. Ja, was wird mit den großen? Wer wird sie zur Rechenschaft ziehen wegen der Folgen ihres Handelns? Wer wird sie bestrafen? Hunderte Millionen Menschen sind von ihrem Handeln betroffen!

Und es sind die Selben, die an dem kleinen sowie an den großen verdienen, nur an den großen Verrückten verdienen sie viel mehr.

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.