Deutsche Medien im Kriegsmodus

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[Von Peter Schwarz] – Nach der Verschärfung des militärischen Konflikts in Syrien haben die deutschen Medien auf Kriegsmodus geschaltet. Leitartikler überbieten sich in moralischer Entrüstung, rufen nach militärischem Eingreifen und fordern „Härte gegen Russland“. Hemmungslose Demagogie mischt sich dabei mit der Ausblendung elementarer Tatsachen und offenen Lügen.

Liest man einige dieser Kommentare, könnte man glauben, der Nahe Osten sei ein Paradies des Friedens gewesen, bevor sich Moskau vor einem Jahr entschloss, militärisch auf der Seite des verbündeten Assad-Regimes in den syrischen Bürgerkrieg einzugreifen.

Die verheerenden Kriege der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan, Irak und Libyen, die Millionen Opfer forderten und weitere Millionen in die Flucht trieben, werden ebenso ignoriert, wie die Unterstützung dschihadistischer Gruppen durch die US-Verbündeten Saudi-Arabien, Katar und Türkei. Die USA selbst stützten sich sowohl in Libyen wie in Syrien auf Al-Kaida-nahe Milizen, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Vor dem Irak- und dem Libyenkrieg hatte es weder im Irak noch in Syrien islamistische Terrorgruppen gegeben.

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