Der russische Automarkt fährt sich ein

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Der russische Kraftfahrzeugmarkt scheint zu gesunden und fährt wieder in europäische Top-Gefilde. Die Branche verkaufte im Juli 2017 rund 120.000 Fahrzeuge und belegt damit im gesamteuropäischen Vergleich den fünften Platz unter den Automobilherstellern.

Die russischen Autobauer sind zufrieden. Der Automobilstandort Russland kann sich wieder sehen lassen im direkten Vergleich mit der europäischen Konkurrenz. Laut dem Branchenmagazin Autostat gelang der russischen Autoindustrie damit ein Wachstumssprung von 18,65 Prozent. 120.000 verkaufte Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge sind davon ausgenommen, sprechen für sich.

Lediglich 25.300 mehr verkaufte Autos, bei einem Wachstum von 10 Prozent, bescherte Italien den vierten Platz der europäischen Rangliste. Trotz der Skandale und Vorwürfe um Diesel-Manipulation und Preisabsprachen unter den Herstellern rangieren die deutschen Automobilhersteller nach wie vor auf dem europäischen Spitzenplatz. Hier wurden rund 283.000 Fahrzeuge verkauft, was allerdings einem Wachstum von lediglich 1,5 Prozent entspricht.

Die Plätze Zwei und Drei belegen Großbritannien und Frankreich. Bei Renault und Co. wurden 147.500 Autos bei einem Wachstum von 10,9 Prozent verkauft, auf der Insel waren es fast 162.000 Fahrzeuge. Hier betrug das Wachstum des Marktes 9,3 Prozent. Alles in allem können die russischen Hersteller durchaus zufrieden sein und sich über das Vertrauen der Autofahrer in ihre Fahrzeuge freuen.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.