Der kluge Russe oder Das Leben auf zwei Quadratmetern Beton

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Es gibt Dinge in Russland, da wird der Westeuropäer mit offenem Mund und ungläubigem Staunen zuhören, wenn man ihm davon erzählt. Dazu gehört auch das Thema „Gummiwohnungen“. Geben Sie es zu, Sie wissen mit diesem Begriff nichts anzufangen!

Anfang 2014 hatten wir auf unserem Portal über Gummiwohnungen berichtet und darüber, wie der Staat versucht, negative Erscheinungen in der russischen Gesellschaft gesetzlich in den Griff zu bekommen. Und mir schien so, als ob das Gesetz wirklich einfach und perfekt ist und damit dieser „Geschäftszweig“ als Erwerbsquelle gestorben ist. Aber man kann sich auch irren – wie das praktische Leben zeigt. Der Russe ist eben klug und erfindungsreich.

Um was geht es?

In Russland herrscht Meldepflicht. Bürger der Russischen Föderation und Ausländer müssen sich anmelden. Eine übliche internationale Praxis.  Für Verletzungen sieht das Gesetz Strafen vor.

Aber die Mehrzahl der Russen und Ausländer, insbesondere der Arbeitsmigranten, ist an der Einhaltung der Meldepflicht interessiert, denn es gibt ohne offizielle Anmeldung erheblich Nachteile. Ohne Registrierung kann man keinen Arbeitsvertrag abschließen, kein Bankkonto eröffnen, keinen Kredit aufnehmen, kein Auto anmelden, keinen Handy-Vertrag unterschreiben – also die vielen kleinen tausend Dinge des täglichen Lebens.

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