Das Baltikum sagt sich los vom russischen Gas

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Im litauischen Hafen Klaipeda lief am 27. Oktober der Erdgastanker “Independence” ein. Sein Name ist in diesem Fall ein wirkliches Zeichen, denn der kleine baltische Staat und mit ihm die gesamte Region will sich durch norwegisches Gas aus der energetischen Abhängigkeit von Russland zu befreien.

Eine hochrangige Delegation mit Diplomaten und Abgeordneten aus Norwegen, Finnland, Schweden, den USA, sowie aus den Nachbarländern Lettland und Estland begrüsste das Schiff am Pier, das von Wachschiffen der litauischen Armee eskortiert wurde. Von litauischer Seite waren die Präsidentin Dalja Gribauskaite sowie Premier Algirdas Butkjavitschus anwesend. “Endlich sind wir ein energetisch unabhängiges Land!” Meinte die Präsident bei der Begrüssung. Nun könne niemand mehr Litauen erpressen oder es zwingen, einen politischen Preis für die Rohstoffsicherheit zu zahlen – gemeint war damit natürlich Russland.

Das Schiff wurde für zehn Jahre gemietet und soll während dieser Dauer norwegisches Gas von Statoil nach Litauen bringen. Auch mit dem Energielieferanten wurde ein Vertrag über fünf Jahre im Wert von 2,5 bis drei Milliarden Lit abgeschlossen. Gleichzeitig soll im kommenden Jahr im Hafen von Klaipeda ein Gasterminal fertiggestellt werden. Er wird der erste seiner Art sein, und mit seiner Hilfe können auch die übrigen Regionen des Baltikums mit Gas versorg werden.

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