Ausstellungseröffnung „Nikolai Nikogosian – Moskauer Klassiker im Doppelspiegel“ 30. November Berlin

(c) Nikolai Nikogosian(c) Nikolai Nikogosian
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Die Ausstellung widmet sich einer lebenden Legende der russischen Kunst: Nikolai Nikogosian, fast 100-jährig, zählt zu den bedeutendsten russischen Bildhauern und Malern. Erstmals wird in Deutschland ein Großteil der Arbeiten Nikogosians präsentiert, die von bildhauerischen Denkmalstudien bis hin zu Aktmalerei reicht – ein für die damalige UdSSR eher ungewöhnliches Sujet.

Nikolai Nikogosian wurde am 2. Dezember 1918 in dem kleinen Dorf Mets Shagriar, 50 Kilometer westlich von Jerewan (Armenien), geboren. Zu seinem Studium ging er nach St. Petersburg, ab 1944-1947 setzte er seine Ausbildung im Surikow Kunstinstitut in Moskau unter der Leitung von Prof. Alexander Matwejew fort. Danach arbeitete er als Bildhauer, Maler und Grafiker in Moskau. Leidenschaftlich machte er Porträts von Menschen, die seine Aufmerksamkeit erregten. Zu seinen Modellen gehörten der Chemiker Nikolai Zelinski, die Ballerina Maja Plissetskaja, der Komponist Aram Khachaturian, der Physiker Pjotr Kapitza und der Schachweltmeister Tigran Petrosian. Nikolai Nikogosian war und ist bis heute sehr produktiv und schuf mehr als 200 Büsten (in Bronze, Holz und Marmor), 600 Ölgemälde und 3000 Kohlezeichnungen. Seine Werke schmücken private Sammlungen in Frankreich, Belgien, Finnland, Italien, Deutschland, Portugal, Irland und Griechenland. Einige Werke gehören zur Sammlung der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau.

Auszeichnungen: 1977 Staatspreis der UdSSR, 1982 Volkskünstler der UdSSR, 1989 Professor der Stroganow Universität für Kunst Moskau, 2001 Ordentliches Mitglied der Russischen Akademie der Künste, 2008 Goldmedaille der Russischen Akademie der Künste.

Ergänzt wird die Ausstellung um eine Präsentation von vier weiteren Künstlern des Moskauer Kreises: Mariam Aslamazyan, Armine Kalentz, Archi Galentz sowie Harutyun Kalentz. Diese Maler, die in enger familiärer Bindung zu Nikogosian stehen, belegen die Produktivität und Leidenschaft der großen Moskauer Künstlerfamilie, der in Moskau ein Privatmuseum gewidmet ist.

Eine Kooperationsveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums e.V. und des Direktorenhaus Museums Berlin.

Mittwoch, 30. November 2016
19:00 Uhr
Direktorenhaus Berlin
Am Krögel 2
10179 Berlin

Um Anmeldung unter wird gebeten: http://veranstaltungen.drforum.de/register/121