Amnestie im Petersburger „Eichhörnchen-Mordfall“

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Am 21. August 2014 war Jelisei Wladimirow, Sohn einer Petersburger Richterin und Student der Rechtsakademie, zusammen mit zwei Freunden im Jelagin-Park unterwegs und fütterte Eichhörnchen. Dabei wurde er, nach eigenen Aussagen, in den Finger gebissen, worauf er seine Pistole zog und das Tier mit mehreren Schüssen in den Kopf tötete. Dafür wurde er zuerst wegen „Hooliganismus“, später wegen Tierquälerei angeklagt.

Während der Gerichtsverhandlung stellten der junge Angeklagte und seine Freunde die Lage so dar, dass sie sich durch das Tier bedroht gefühlt hätten, weil es eine kämpferische Pose eingenommen habe und man sich durch den Pistolenschuss lediglich vor einem neuen Angriff schützen wollten. Eine Veterinärin bestätigte die Gefährlichkeit der Eichhörnchen und dankte dem Angeklagten für seine Tat, weil er damit vielleicht mehrere Kinder vor Ansteckung durch Tollwut gerettet habe.

Das Gericht konnte sie jedoch nicht überzeugen – die Anklage sah in dem Fall eine bewusste Tötung des Eichhörnchens mit gezielten Schüssen in den Kopf und qualvollem Tod.

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