8. Deutsch-Russische Young Leaders Konferenz: „Zivilgesellschaftlichen Dialog trotz politischer Krise ausbauen“

Alena Arshinova, russische Politikerin und Christoph Herzog von Oldenburg, Chairman, German-Russian young leaders conference.Alena Arshinova, russische Politikerin und Christoph Herzog von Oldenburg, Chairman, German-Russian young leaders conference.
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Dresden (ots) – Unter der Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich findet vom 13. bis 16. Oktober 2016 die 8. Deutsch-Russische Young Leaders Konferenz statt. Die politisch unabhängige Konferenz bringt einmal jährlich rund 200 ausgewählte deutsche und russische Nachwuchsführungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur aus der Altersgruppe von 25 bis 40 Jahren zusammen. Damit ist die Konferenz die mit Abstand größte bilaterale Plattform für den Austausch der nächsten Entscheidungsträger-Generation.

Unter dem Leitbegriff #connected beschäftigen sich die rund 250 Teilnehmer und Experten mit den Chancen und Herausforderungen der immer stärker werdenden Vernetzung. Auch kontroverse Facetten wie die Syrienkrise stehen dabei auf der Agenda. Als Impulsgeber werden unter anderem erwartet der Botschafter Russlands, Vladimir Grinin, der frühere U.S.-Botschafter in Deutschland, Richard Burt, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler sowie der Dresdner Digitalforscher Professor Dr. Gerhard Fettweis. Seitens der Staatsregierung werden Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Justizminister Sebastian Gemkow vor der Konferenz sprechen. Zum Auftakt gibt der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Detlef Sittel, einen Empfang auf Schloss Albrechtsberg. Auch Repräsentanten der sächsischen Wirtschaft und Wissenschaft werden als Experten und Gesprächspartner an der Konferenz teilnehmen. „Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass diese Konferenz seit 2009 junge Russen und Deutsche zum Austausch von Gedanken und Erfahrungen zusammenbringt“, so Schirmherr Stanislaw Tillich in einem vorab veröffentlichten Grußwort. Es seien Foren wie diese, die auch in schwierigen Zeiten den Kontakt nicht abreißen ließen. „Ich wünsche mir, dass von dieser Zusammenkunft ein positives Signal ausgeht“, so Tillich weiter.

Christoph Herzog von Oldenburg (30) ist Co-Founder und seit 2012 Vorsitzender der Deutsch-Russischen Young Leaders Konferenz und des deutschen Trägervereins „Deutschland-Russland – Die neue Generation e.V.“: „Wir haben uns mit dem Motto #connected bewusst für ein Leitmotiv entschieden, das für Dialog und Zukunftsorientierung steht. Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass sich die politischen Spannungen auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen unseren Völkern auswirken. Dass mehr als 100 russische Young Leaders auf eigene Kosten nach Dresden kommen, um ihre deutschen Peers kennenzulernen, ist da ein ausgesprochen ermutigendes Zeichen“, so Oldenburg.

HINTERGRUND

Gegründet wurde die Initiative 2009 von Christoph Herzog von Oldenburg und weiteren deutschen und russischen Nachwuchsführungskräften. Die bisherigen Deutsch-Russischen Young Leaders Konferenzen fanden in Berlin (2009 und 2010), Moskau (2011), München (2012), St. Petersburg (2013), Hamburg (2014) und Kasan (2015) statt. Auf der Agenda der Konferenzen stehen neben Plenardiskussionen und der Arbeit in Arbeitsgruppen auch Teambuilding-Aktivitäten. Konferenzsprache ist Englisch. Es gelten Chatham House Rules.

Ermöglicht wird die Konferenz von Sponsoren aus der Wirtschaft, darunter EWE, Linde, METRO, Porsche, die Sächsische Aufbaubank, Wingas, die VNG Verbundnetzgas AG, sowie in Kooperation mit dem Aspen Institut, dem Gorchakov-Fonds, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Konrad-Adenauer-Stiftung.