Zwischenbilanz und Prognose im russischen Bankensystem

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MEINE MEINUNG, … mit deutschem akzent, kommentiert Kaliningrader wirtschaftliche, politische, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse aus dem Blickwinkel eines Deutschen. Die Rubrik ist der Versuch, mit etwas BLOGGER-Hintergrundwissen dem deutschen Leser die manchmal nicht einfachen Verknüpfungen in der russischen Realität etwas verständlicher zu machen.

Zwischenbilanz und Prognose im russischen Bankensystem

Das russische Bankensystem genießt international, wie auch national keinen besonders guten Ruf. Man ist misstrauisch gegenüber russischen Banken – und das schon seit vielen Jahren. Vermutlich ist dieses Misstrauen zu mindestens 50 Prozent gerechtfertigt – aber die weiteren 50 Prozent verdienen dieses Misstrauen weniger.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion begann, wie in allen Bereichen der russischen Wirtschaft, auch im Bankensystem eine rasante Entwicklung. Regulierende gesetzliche Bestimmungen waren nicht perfekt und natürlich wurden in Russland, wie überall auf der Welt, die Schwachstellen der Gesetzeslage ausgenutzt.

Und es gab nicht nur Schwachstellen in der Gesetzgebung, sondern vermutlich auch einen schwachen Regierungs- und Verwaltungsapparat, der Auswüchse zuließ, die letztendlich dem russischen Bankensystem seinen negativen Stempel aufdrückten.

Im Weiteren durchlebte Russland Anfang der 90er Jahre eine katastrophale Finanzkrise, in deren Ergebnis der einfache russische Bürger alles verlor, was er sich in seinem Leben angespart hatte. Kaum war diese Krise überwunden, kam es im August 1998 zu einer weiteren Finanzkrise. Wieder verloren die Leute viel Geld. Und die, so erfolgreich durch die USA organisierte, weltweite Finanzkrise 2008 zeigte auch ihre Wirkung in Russland. Und so ist es nicht verwunderlich, dass man keinerlei Vertrauen zur russischen Finanzwirtschaft insgesamt und somit auch zum russischen Bankenwesen im Detail hatte.

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