Zwischen Panik, Deeskalationsbemühungen und Bewunderung

[Tomasz Konicz] Wie reagieren die postsozialistischen Staaten Mittelosteuropas auf die eskalierende Krise in der Ukraine?

1. September, festlicher Schulbeginn in der dritten Klasse einer Grundschule in der polnischen Kleinstadt Leszno. In Anspielung auf den Beginn des Zweiten Weltkrieges fragt die Lehrerin in die Runde der herausgeputzten Kids, ob sie wüssten, welches historische Ereignis vor 75 Jahren über Europa hereinbrach. Der richtigen Antwort folgt sogleich die Frage, ob wir uns bereits am Beginn des Dritten Weltkrieges befänden. Betretenes Schweigen der Pädagogin. Doch den Kindern brennt diese Frage auf der Seele.

Es entwickelt sich eine kurze Diskussion, in der die Grundschüler offensichtlich all die Befürchtungen wiedergeben, die sie von ihren Eltern und Verwandten aufgeschnappt haben, bis die Lehrerin dem ein Ende bereitet, indem sie erklärt, dass der Krieg doch hoffentlich auf die Ukraine beschränkt bleiben werde.

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