Zum Anschlag aus St. Petersburg

Wie der lokale Nachrichtensender ‚Life 78‘ berichtet, ist inzwischen ein Verkehrschaos auf den Straßen von St. Petersburg ausgebrochen. Zusätzliche Beförderungsmittel werden derzeit kostenlos zum Personentransport eingesetzt. Viele Taxifahrer fahren ebenfalls umsonst Passanten.

Wie berichtet wird, wurde in der Station „Ploschtschad Wosstanija“ ebenfalls ein Sprengsatz gefunden. Der Fund konnte bereits entschärft werden.

Gouverneur Georgi Poltawtschenko ließ durch seinen Pressesekretär mitteilen, dass sich die örtlichen Krankenhäuser darauf einstellen, 24 Stunden am Tag Verletzte zu empfangen. Sämtliche Metrostationen in St. Petersburg sind mittlerweile geschlossen worden.

Experten schätzen die Sprengkraft der vermutlich in einem der mittleren Waggons deponiert auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Die Zahl der Verletzten liegt inzwischen bei über 50.

Eine Überwachungskamera soll einen der Täter aufgenommen haben, sagte die Staatsanwaltschaft in St. Petersburg. Die Bombe war wahrscheinlich in einer Aktentasche versteckt. Ein Selbstmordattentat sei auszuschließen.

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.