Zukunftspreis Mittelstand Neue Seidenstraße geht an China Tours

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Fünf mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Bildung, Ökologie, Nachhaltigkeit und Innovationen wurden gestern in Berlin mit dem „Zukunftspreis Mittelstand Neue Seidenstraße“ ausgezeichnet. Der von der Unternehmerplattform Business International (www.business-international.org) gestiftete Preis ehrt kleine und mittlere Betriebe In Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk von Deutschland bis China, die besonders engagiert zur Entwicklung des Wachstumskorridors zwischen Asien und Deutschland beitragen.

Mit dem großen Pokal zum „Zukunftspreis Mittelstand Neue Seidenstraße“ wurde der Hamburger Reiseveranstalter China Tours ausgezeichnet. Das Unternehmen organisiert seit 2006 jährlich unter dem Namen „New Silk Road“ innovative Rund-, Familien- und Themenreisen für Menschen aller Altersklassen zwischen Deutschland und China auf bis zu elf verschiedenen Routen. Die rund 50tägigen Reisen mit Autos, u.a. Oldtimern, oder Bussen finden in kleinen Gruppen statt und führen die Teilnehmern auch abseits der gewohnten Touristikpfade zu bieten und ihnen mehr vom Leben und von der Kultur der bereisten Länder nahe zu bringen.

Der zweite Preis ging an das Unternehmen UGT aus Müncheberg in Brandenburg. UGT errichtet in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ein zuverlässiges Messnetz zur Wasserversorgung in Regionen der Neuen Seidenstraße. Mit der Statuette für den dritten Platz, wie alle Pokale handgefertigte Einzelstücke, wurde SV Transexpo aus Moskau, ein Allround-Dienstleister in der Außenwirtschaft, ausgezeichnet. Das Unternehmen kümmert sich seit über 15 Jahren im Auftrag seiner Kunden um Lagerung, Transport, Logistik und Zollabfertigung auf dem Weg von China bis in die Europäische Union und tritt unter anderem als Auftragnehmer von Infrastrukturprojekten wie Straßen, Brücken und Kraftwerken auf.

Ehrenpreise überreichte die Jury an Ava Shoes und Education Forum Asia. Ava Shoes ist eine vor kurzem in der armenischen Hauptstadt Jerewan von syrischen Flüchtlingen eröffnete syrisch-armenische Schuhfabrik, die traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design kombiniert und seine Produkte grenzüberschreitend bis nach Deutschland vermarktet. Education Forum Asia unterstützt und befördert Bildungs- und Ausbildungsprogramme in der Region und setzt sich durch kulturellen und akademischen Austausch für eine bessere Verständigung der Länder Asiens und Europas ein.

Bei der Auswahl der Gewinnerprojekte legte die siebenköpfige Jury insbesondere Wert auf solche Kriterien wie Innovation, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Schaffung von Arbeitsplätzen und die Ausbildung Jugendlicher.

„Am 1. Januar 2015 traf die Eurasische Wirtschaftsunion in Kraft. Damit verschwinden Grenzen zwischen Europa und China und die „neue Seidenstraße“ wird zu einem Projekt der Transformation von Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zwischen Asien und Europa. Unsere Mittelstandsinitiative will für ein vertrauensvolles Verständnis zwischen Firmen in ‚beiden Erdteilen werden“, beschreibt Hauptinitiatorin Dr. Karin von Bismarck, international tätige Personalberaterin, die Projektidee. Bereits jetzt seien zahlreichen Mittelständlern damit neue Marktchancen eröffnet worden.

„Im Korridor der Neuen Seidenstraße von Syrien, Iran, über Zentralasien bis nach Europa leben mehr als eine Milliarde Menschen, die es verdient haben, eine Perspektive für ihr eigenes Leben und das Ihrer Kinder zu erhalten. Insofern sehen wir unseren Zukunftspreis nicht nur unter dem Aspekt Geschäft, sondern auch als Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft“, unterstrich Mit-Initiator Uwe Leuschner Vicepresident CIS und CA bei DB Schenker Rail.

Die Unternehmerplattform Business International Neue Seidenstraße ist die erste private Mittelstandsinitiative zwischen Europa und Asien. Sie wird 2016 fortgeführt. Die Initiatoren planen für das kommende Jahr einen Fotowettbewerb zum Thema Neue Seidenstraße.

Hartmut Hübner – russland.RU

 

Über den Autor

Hartmut Hübner
Gelernter und sogar diplomierter Journalist. Nachdem ich im Ergebnis einer Fahrt auf einem Riesenrad von meinem ursprünglichen Wunsch, Pilot zu werden, endgültig Abschied genommen hatte, beschloss ich als, „rasender Reporter“ aus der ganzen Welt zu berichten. Als „Mittagspausen-Notenkoch“ im Schulfunk und Volontär bei der Berliner Zeitung „Junge Welt“ begann meine journalistische Karriere, die sich nach dem Studium als Verantwortlicher für eine Zeitung im sächsischen Gesundheitswesen, Pressesprecher an der Leipziger Sporthochschule DHfK und Redakteur an der Leipziger Volkszeitung fortsetzte, bis ich mir einen Kindheitstraum erfüllte und ein freies Korrespondentenbüro in Moskau übernahm. Das war 1995 – und seither lässt mich Russland nicht mehr los.