Zu kurz gedacht – der niedrige Ölpreis schädigt nicht nur Russland

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Die USA und Saudi-Arabien wollen Russland durch einen künstlich niedrig gehaltenen Ölpreis entgegen der eigenen wirtschaftlichen Interessen in die Knie zwingen.

Um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, hat Russland einen Ölpreis von 100 $ eingeplant. Schon ein Ölpreis von 90 $ führt zu einem Haushaltsdefizit von 1,2 %, jedes weitere Absinken des Ölpreises um 10 $ würde das Haushaltsdefizit jeweils um 1,2 % nach unten treiben. Die USA und Saudi-Arabien beabsichtigen den Ölpreis weiter zu drücken. Das ist schmerzlich für Russland, aber Analysten geben zu bedenken, dass Russland dies aufgrund seiner finanziellen Situation viele Jahre wird aushalten können.

Allerdings besteht der Ölmarkt nicht nur aus den USA, Saudi-Arabien und Russland. Geschädigt werden durch diese Ölpreispolitik auch andere Ölförderländer, die nicht nur Mindereinnahmen hinnehmen müssen, sondern auch ihre mittel- und langfristigen Planungen ändern müssen. Dies sind nicht zuletzt Norwegen, Kanada und die USA selbst. Wie lange die Ölmultis dieses „Spiel“ auf ihre Kosten dulden werden, bleibt abzuwarten.

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