Zehn Jahre Jugendaustausch mit Russland

Stiftung Deutsch-Russischer JugendaustauschStiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch
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Festakt zum Jubiläum der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch in Moskau.
140.000 Jugendliche haben von Begegnungen profitiert.
Bundesfamilienministerin Schwesig: „Jugendaustausch baut Brücken zwischen unseren beiden Ländern.“

Mit einem Festakt wurde in Moskau das zehnjährige Jubiläum der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (SDRJA) und ihres Pendants, des russischen Koordinierungsbüros, gewürdigt. Durch ihre Vermittlung haben im vergangenen Jahrzehnt mehr als 140.000 junge Menschen sowie Lehr- und Fachkräfte aus Schulen, Sportvereinen, Jugendverbänden und anderen Organisationen das jeweils andere Land kennengelernt und von einem Auslandsaufenthalt profitiert. Anschließend wurde das Deutsch-Russische Jahr des Jugendaustausches 2016/2017 unter der Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und seines russischen Kollegen Sergej Lawrow eröffnet. Es soll dazu beitragen, die deutsch-russischen Begegnungsangebote in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

„Zwar haben die politische Lage, der Werteverfall des Rubels und die neuen Visabestimmungen für Russen derzeit negative Auswirkungen auf den Jugendaustausch“, sagt Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der SDRJA, „doch gerade deshalb halten wir Begegnungen zwischen deutschen und russischen Jugendlichen für wichtig und wollen diese weiter ausbauen. Direkter Kontakt zwischen Menschen ist das beste Mittel gegen Stereotype und Vorbehalte.“

Seit 2006 koordiniert die SDRJA in öffentlich-privater Partnerschaft bundesweit den Jugend- und Schüleraustausch mit Russland. Sie fördert jährlich rund 600 außerschulische und schulische Begegnungen, bei denen gemeinsame Musik- und Theaterprojekte entstehen, Jugendliche an Seminaren zu Demokratie oder Geschichte teilnehmen oder in Workcamps zusammenarbeiten. Gegründet wurde die Stiftung auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Robert Bosch Stiftung. Als Gesellschafter tragen sie die Stiftungsarbeit bis heute.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärt anlässlich des Jubiläums: „Mit ihrer Arbeit leistet die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis junger Menschen in Deutschland und Russland und baut Brücken zwischen unseren beiden Ländern. Die Erlebnisse, die Jugendliche im Rahmen eines schulischen und außerschulischen Austausches machen, sind von unschätzbarem Wert.

Denn wenn sie auf diese Weise Land und Menschen kennenlernen, sammeln sie prägende Erfahrungen, die zur Völkerverständigung und zum friedlichen Miteinander beitragen. Darin liegt der Wert des Jugendaustausches und das soll im anstehenden Deutsch-Russischen Jahr des Jugendaustausches 2016/2017 noch stärker sichtbar werden.“

„Nichts ist in der Völkerverständigung so wichtig wie der unmittelbare Kontakt und Austausch zwischen Menschen“, sagt Prof. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Unser Ziel ist deshalb, dass jeder Jugendliche in Deutschland im Laufe seiner Schulzeit einmal von einem Auslandsaufenthalt profitiert. Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch hat dazu im letzten Jahrzehnt einen großen Beitrag geleistet.“

 

Die beigefügte Infografik „Ein Jahrzehnt Jugendaustausch mit Russland“ erzählt die Geschichte des deutsch-russischen Jugendaustauschs anhand von überraschenden Zusammenhängen und prägnanten Unterschieden (und Gemeinsamkeiten) zwischen Deutschland und Russland.
©Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch

Ein Hintergrundbericht informiert über Entstehung und Entwicklung der Koordinierungsbüros in Deutschland und Russland, gibt einen persönlichen Einblick anhand von vier Porträts und liefert spannende Zahlen und Fakten zur Arbeit der Stiftung.

Hier die Aufzeichnung der Jubiläumsfeier und der Eröffnung des Jahres des Jugendaustauschs am 9. Juni in Moskau.