ZDF bestreitet bezahlte Aussagen von „Igor“

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[Peter Mühlbauer] Rossija 1 präsentiert einen Arbeitslosen, der sich für die deutsche Dokumentation „Machtmensch Putin“ gegen Geld als Ukrainekämpfer ausgegeben haben soll.

Am 15. Dezember, kurz vor der Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland, strahlte das ZDF zur besten Sendezeit um 20 Uhr 15 die Dokumentation „Machtmensch Putin“ aus. In diesem zweiten Teil eines mit Gebührengeldern finanzierten Films wurde unter anderem ein Königsberger namens „Igor“ präsentiert, der behauptete, er habe als russischer Staatsbürger für 25.000 Rubel monatlich (umgerechnet etwa 325 Euro) in Donezk auf Seiten der Separatisten gekämpft. Dort seien seinem Eindruck nach etwa 30.000 russische Soldaten im Einsatz.

„Igor“ stellte sich allerdings nicht nur für das ZDF vor die Kamera, sondern auch für den russischen Sender Rossija 1. Dort sagte er, er heiße eigentlich nicht Igor, sondern Juri Labiskin – und die anderen Sachen, die er dem ZDF für die Dokumentation sagte, würden ebenso wenig stimmen wie der Name. Seine angebliche Ehefrau habe eine Schauspielerin gemimt, auch das Kind, das er im Arm hielt, sei nicht seines gewesen. Er habe vor der Kamera Unsinn erzählt, weil ihm dafür 50.000 Rubel versprochen worden seien. Die Aussagen habe man ihm nicht nur aufgeschrieben, man habe auch geprobt, wie er sie aufsagt.

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