Wolgograd: WM-Tourismus auf dem Wasser

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Wolgograd rüstet sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Neben den Sportstätten widmet man sich in der Millionenstadt an der Wolga auch der touristischen Infrastruktur. Probleme, die zu erwartenden Fußball-Touristen unterzubringen, sieht man keine.

In der nagelneuen Wolgograd-Arena muss noch der Kunstrasen auf Vordermann gebracht und die sanitären Einrichtungen eingebaut werden, dann ist der eigens für die WM 2018 gebaute Fußballtempel fertig. Auch die Vorbereitungen für die logistische Abwicklung zur Unterbringung der Gäste laufen auf Hochtouren.

Das Stadion am Fuße des Mamajew-Hügels, auf dem die riesige Statue „Mutter Russland“ als Mahnmal an die Schrecken des zweiten Weltkrieges erinnert, wird Platz für rund 45.000 Zuschauer bieten. Vier Spiele sollen dort während der WM 2018 ausgetragen werden. Die Stadtverwaltung geht derzeit von einer Kapazität der Unterkünfte für etwa 26.000 Gäste aus.

„Wolgograd ist schon heute bereit, Teilnehmer, Gäste und Fans der WM 2018 in internationalen, modernen Hotelkomplexen willkommen zu heißen“, sagt der Gouverneur der Stadt, Andrej Botscharow. Sollten die Betten dennoch nicht ausreichen, hat er bereits eine Lösung parat. Ihm schwebt vor, Gäste in schwimmenden Hotels auf der Wolga unterzubringen.

Derartige Unterkünfte wären relativ leicht zu konstruieren und könnten temporär wie auch dauerhaft als Herberge für Touristen dienen. Weltweit gibt es diesen Zweig des Hotelgewerbes bereits von einfachen Lodges bis hin zu luxuriösen Hotelkomplexen – beispielsweise auf der Themse in London.

[mb/russland.REISEN]