Wolgograd: Video von der Tat im Bahnhofssaal online aufgetaucht

LiveNews.ru zeigt auf seinem Kanal die letzten Sekunden vor der Explosion an der Einlasskontrolle

Der russische Internet-Newsanbieter Livenews.ru hat vom Tathergang des Bombenanschlags im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs Wolgograd ein Video online gestellt.  Zu sehen sind die letzten Sekunden vor der Bombenexplosion an der Eingangskontrolle und die Explosion selbst. Jedoch nicht von Weitem, wie beim weltweit bekannten Anschlagsvideo vor der Tür, sondern direkt am Ort des Geschehens im Wartesaal von einer dort postierten Übrwachungskamera Richtung Eingangskontrolle.

Auf dem Video ist schemenhaft zu sehen, wie ein Polizeibeamter versucht, die Attentäterin am Betreten des Bahnhofsgebäudes zu hindern sowie die daraufhin erfolgende, heftige Detonation. Genau diese Handlung des Sicherheitsmanns führte dazu, dass die Attentäterin gezwungen war, die Bombe schon hier, an der Einlasskontrolle zu zünden und nicht später im Wartesaal, wo die Anzahl der Opfer wahrscheinlich wesentlich höher gewesen wäre. Die Bombe wurde offenbar in einem Rucksack transportiert. Gerade die Wucht der Explosion macht dabei deutlich, warum auch viele der Schwerverletzten noch in Lebensgefahr schweben.

Wir haben uns entschlossen, das Video, über das bei YouTube auch bereits wegen seiner Anstößigkeit Beschwerde geführt wird, nicht zu zeigen oder direkt zu verlinken. Gezeigt werden die letzten Sekunden einer Reihe von Menschenleben. Es is aber davon auszugehen, dass die Quellaufnahmen dieses Videos den Behörden die Möglichkeit gegenben hat, die letzten Minuten vor dem Anschlag zu rekonstruieren. Sie bestätigen die gestrigen Meldungen vom Tathergang, über die auch russland.RU berichtet hat. Im unmittelbaren Umfeld der Bombe mit einer Sprengkraft von 10 Kilogramm TNT-Bombe dürfte es keine Überlebenden gegeben haben, die über den Tathergang hätten berichten können. Wir denken auch nicht, dass es sich um einen Fake handelt, da LiveNews.RU für seinen ausgezeichneten Draht zur Beschaffung solcher authentischer Überwachungsvideos in Russland bekannt ist.

Wer den Film unbedingt sehen will, findet ihn (noch) beim YouTube-Channel von LiveNews.ru und muss sich dieses mal die Mühe machen, dort selbst zu suchen. Natürlich gehört auch er in diesen traurigen Tagen zu den meistgesehenen Videos des russischen Netzes.

Roland Bathon – russland.RU Wolgaregion und Ural