WikiLeaks: CIA in der Maske von Kaspersky

Die CIA habe einen Code entwickelt, der sich als Kaspersky-Lab-Produkt tarnte, teilte Eugene Kaspersky mit und bestätigte die Informationen aus dem jüngsten Bericht von WikiLeaks.

Der Softwareentwickler betonte, der Tarncode – speziell für den nicht wahrnehmbaren Empfang von Daten von infizierten Computern entwickelt – habe nichts mit dem Antivirus-Unternehmen zu tun. Der schädliche Code simuliere nur die Produkte von uns, schrieb Firmengründer Kaspersky auf Twitter. „Wir haben nach dem Vault 8-Bericht eine Untersuchung durchgeführt und bestätigt, dass die unter unserem Namen ausgestellten Zertifikate gefälscht sind. Unsere Benutzer, persönlichen Passwörter und Dienste sind sicher und nicht betroffen.“

WikiLeaks behauptete gestern erneut, dass die US-Geheimdienste das Hacking-Instrument Hive erstellt haben, dessen Aufgabe darin besteht, die Aktivitäten von Viren und Malware effektiv zu tarnen. Wikileaks veröffentlichte den Quellcode für die simulierte Kaspersky-Adresse.

Hive erscheint auf verschiedenen öffentlich zugänglichen Domains und erweckt dadurch keinen Verdacht. Unter seiner Plattform verstecken sich eine Reihe von Viren, die alle betroffenen Computer mit US-Geheimdiensten verbinden. Mit Hive konnten Antivirenprogramme entsprechende CIA-Produkte nicht mehr identifizieren.

Einige dieser Techniken wurden bereits im März in dem Vorgängerprojekt, dem Vault 7, erwähnt, als 8.700 geheime CIA-Dokumente geleakt wurden. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung von Vault 8 fällt mit vielfältigen Spekulationen zusammen, wie ‚Russische Hacker’ aus dem Spektrum zwischen Kaspersky Lab und der Fancy-Bear-Szene die Wahlen 2016 in den Vereinigten Staaten möglicherweise beeinflusst haben könnten.

[hub/russland.NEWS]