Weiterer Todesfall unter russischen Diplomaten: Botschafter im Sudan tot aufgefunden

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Die Leiche des russischen Botschafters im Sudan, Mirgayas Schirinski, ist im Pool seiner Residenz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gefunden worden. Schirinski befand sich Berichten zufolge seit 1977 im diplomatischen Dienst Russlands und leitete seit 2013 die Botschaft im Sudan. Laut der Polizei in Khartum habe der 62-jährige Diplomat unter Bluthochdruck gelitten und sei im Pool ertrunken.

Schirinski ist bereits der vierte im Dienst verstorbene russische Diplomat innerhalb von acht Monaten

Andrei Karlow, ebenfalls 62 Jahre, russischer Botschafter in der Türkei, wurde im Dezember 2016 während einer Rede in einer Istanbuler Kunstgalerie erschossen. Der Attentäter, ein türkischer Polizist, schrie bei der Tat „Vergesst nicht Aleppo! Vergesst nicht Syrien!“ und wurde seinerseits von türkischen Sicherheitskräften niedergestreckt.

Im Januar 2017 starb Alexander Kadakin nach kurzer schwerer Krankheit. Der 68-Jährige war russischer Botschafter in Indien.

Prominentestes Opfer unter den russischen Diplomaten ist Witali Tschurkin: Der langjährige Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York starb im Februar dieses Jahres einen Tag vor seinem 65. Geburtstag an einem Herzinfarkt.

Angesichts der vier Todesfälle innerhalb eines guten halben Jahres berichtete das britische Revolverblatt Mirror hinsichtlich des Berufs eines russischen Diplomaten bereits vom „tödlichsten Job der Welt“.

[jm/russland.NEWS]
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