Weitere Autohersteller bremsen

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Die Krise am russischen Automobilmarkt schlägt auf den Produktionsstandort Kaluga durch. Die russische Tochter der Volkswagen AG hat bereits die Umstellung auf den Zwei-Schicht-Betrieb bekannt gegeben.

Heute meldet das französisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen PSMA Rus, eine Tochter von PSA Peugeot Citroën und Mitsubishi, dass in seinem Kalugaer Werk ein kompletter, wenn auch vorübergehender Produktionsstopp ansteht.

Zudem werden befristete Arbeitsverträge mit 100 Mitarbeitern nicht verlängert. Die online-Zeitschrift Gazeta.ru schreibt unter Berufung auf Gewerkschaftsvertreter, dass das Unternehmen schon seit geraumer Zeit vermehrt befristete Arbeitsverträge abschließe.

Vor zehn Tagen hatte General Motors die komplette Schließung der Fahrzeugproduktion in St. Petersburg und den dauerhaften Rückzug der Marke Opel aus dem russischen Markt bekannt gegeben.(DRWN)

Automobil-Cluster Kaluga
Das 2010 eröffnete PSMA-Werk war auf der grünen Wiese mit Investitionen von 550 Mio Euro errichtet worden. Kaluga ist das bedeutendste der sogenannten Produktions-Cluster der russischen Automobilindustrie – Konzentrationen neuer Werke ausländischer Hersteller an einem Standort. Seit 2007 betreibt Volkswagen dort ein Montagewerk. Renault und Volvo haben eine LKW-Fabrik errichtet. Auch Zulieferer ziehen in die Nähe der Werke. Seit Sommer 2014 unterhält die Continental AG eine Fertigungsstätte für Motorsteuergeräte und Kraftstoff-Fördereinheiten.

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