Visa und MasterCard wollen in Russland bleiben

Visa und MasterCard wollen weiterhin in Russland im Geschäft bleiben, sagten Repräsentanten beider Firmen auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum SPIEF 2014 am Freitag.

Visa und MasterCard wollen ein russisches nationales Zahlungssystem schaffen, verkündete der russische Finanzminister Siluanow als Ergebnis seiner Gespräche. Dies soll in eineinhalb Jahren abgeschlossen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt würden beide Gesellschaften mit dem bestehenden System arbeiten.

Die russische Regierung hat die diesbezüglichen Vorschläge entgegengenommen und ist zu einer Zusammenarbeit bereit. „Wir werden der russischen Führung berichten und in allernächster Zeit eine Lösung finden, die für alle Parteien akzeptabel ist“, so Siluanow.

Der russische CEO von Visa Andrew Torre betonte, dass die Gespräche mit dem Stellvertretenden Premier Schuwalow und dem Finanzminister Siluanow sehr fruchtbar gewesen seien.

Russland hatte als Antwort auf die kurzfristige Blockade russischer Kreditkartenbesitzer, bedingt durch US-Sanktion gegen die Banken Rossija und SMP, beschlossen, ein eigenes Kreditkartensystem einzuführen und ausländische Kreditkartengesellschaften zu verpflichten, die Summe des Umsatzes zweier Tage als Sicherheit zu hinterlegen. Dies hätte das Aus für das russische Geschäft beider Banken bedeutet.