Vertrauensverlust gegenüber den Medien in Russland

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[Von Florian Rötzer] – Von der Vagheit der Umfragen und der womöglich zunehmenden Einschließung in Informationsblasen.

In Deutschland wächst nach Umfragen das Misstrauen gegenüber Medien. Die großen Medien gelten manchen bekanntlich als „Lügenpresse“ (Forsa-Umfrage: 44 Prozent der Befragten sehen eine „Lügenpresse“). Journalisten der sehr einseitigen Art, die vor allem mit dem Schüren von Ängsten und Vorurteilen in entsprechenden Verlagen und Publikationen ihr Geld machen, bezeichnen ihre Kollegen als „gekaufte Journalisten“ und nähren die Ansicht, „Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz“ würden die Massenmedien lenken.

Solche Ressentiments scheinen vor allem in der rechtsnationalen Ecke zu gedeihen (Teile der Bevölkerung informieren sich aus unseriösen Quellen). Auch in Polen marschierten die Anhänger der rechtsnationalen PiS am vergangenen Sonntag gegen die „Lügen der Medien“. Ein Priester veranstaltete gegen die liberale polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“ gar eine Teufelsaustreibung , was das Ganze zum Kasperletheater macht, aber offensichtlich ernst gemeint war.

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