US-Soldaten wurden in Syrien angeblich von „moderaten Rebellen“ bedroht

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[Von Florian Rötzer] – USA und Russland scheinen sich nicht einigen zu können, US-Sondereinheiten kooperieren mit türkischen Soldaten, werden aber von mit der Türkei kooperierenden Rebellen abgelehnt.

Wie schon zu erwarten, wird die Waffenruhe in Syrien nicht eingehalten. Zu viele der der vielen bewaffneten Gruppen hatten bereits erklärt, sich an diesem nicht beteiligen zu wollen. Auf diese haben offenbar weder Russland noch die USA Einfluss. Bei Damaskus wird heftig gekämpft, syrische Regierungstruppen und oppositionelle Milizen werfen sich gegenseitig den Waffenstillstandsbruch vor. Die Hilfslieferungen konnten noch nicht nach Aleppo gelangen und stehen noch an der syrisch-türkischen Grenze.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat das Pentagon die Lokalisierungsdaten der mit den USA kooperierenden Oppositionsgruppen übermittelt. Das russische Verteidigungsministeriums weist darauf hin, dass die Amerikaner nach den Dokumenten nicht zwischen der sogenannten moderaten Opposition und Jahbat al-Nusra unterscheiden würden. Während der vereinbarten Waffenruhe wollten sich Amerikaner und Russen auf die genau eingegrenzte Gebiete verständigen, die möglicherweise auch gemeinsam bombardiert werden können, weil sie von al-Nusra und anderen islamistischen Milizen wie dem IS kontrolliert würden. Fraglich ist, in wieweit sich andere islamistische Gruppen wie Ahrar al-Sham oder auch angeblich moderate Teile der FSA von als-Nusra abgrenzen. Teile der Opposition versuchen hingegen, al-Nusra-Kämpfer als „ganz normale Syrer“ darzustellen (Syrien: Erste märchenhafte Effekte der US-russischen Abmachung). Die Vielzahl der Gruppen und deren Geflecht ist wohl kaum zu überschauen und schon gar nicht strikt in Gut und Böse aufzuteilen.

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