Unzufriedene Studenten und wiedererwachende sowjetische Traditionen

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Ein Viertel aller russischen Studenten sind unzufrieden. Sie sind gegen das geplante System, dass man nach Beendigung des Studiums einen Einsatzort zugewiesen bekommt.

Zu sozialistischen Zeiten war das Studiensystem so organisiert, dass man eine gewisse Zeit an Orten zu arbeiten hatte, die für den Staat wichtig waren. Der Staat gab seiner leuchtenden Zukunft, also der Jugend, die Möglichkeit, kostenlos einen Kindergarten zu besuchen, eine Ganztagsschule zu besuchen, eine Lehre zu durchlaufen und auf Wunsch dann auch noch kostenlos zu studieren. Als Gegenleistung für die vielen kostenlosen Dinge, verlangte der sozialistische Staat, dass die Studenten möglichst gute Leistungen zu bringen haben und sie hatten dort zu arbeiten, wo der Staat sie brauchte – also zumindest eine gewisse Zeit. Für heutige westliche Studenten sicher eine schwer vorstellbare Situation.

Im heutigen modernen Russland, will man sich an gewisse Traditionen erinnern und sie wieder einführen. Allerdings mit Nuancen.

Es gibt einen Teil der Studienplätze die vom „Budget“, also dem Staat finanziert werden. Um so einen kostenlosen Platz zu erhalten braucht man gute Noten oder gute Beziehungen. Obwohl, das mit den guten Beziehungen heute schon gefährlich ist, wie ein im vergangenen Jahr durch „Sensationsreporter“ in Kaliningrad aufgedecktes Beispiel zeigte.

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