(Un)sichtbare Opfer im Syrienkonflikt

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[Von Georg Eckmayr] – Zur Ästhetisierung des Todes in der aktuellen Medienlandschaft.

Die russische Offensive in Syrien passiert medial mehr oder weniger im Unsichtbaren. Es finden sich kaum Photographien davon in den Medien. Es finden sich einige wenige Bilder von Kriegsgerät und Aufnahmen der aus den Golfkriegen bekannte Militärperspektive, der Blick aus dem Flugzeug, der Bombe nach, die hunderte Meter tiefer explodiert. In grobem Schwarz/Weiß, ohne Bezug zur Größenverhältnissen, Vegetation und Menschen, stellen diese Bilder eine abstrakte Darstellung des Sterbens dar.

Diese Bilder implizieren das Sterben, den Tod vieler Personen, jedoch in nicht-persönlichen, nicht-menschlichen Kategorien. Die Opfer bleiben in diesen Bildern unsichtbar. Das liegt einerseits daran, dass das russische Militär von diesen keinerlei Aufnahmen zur Verfügung stellt, und anderseits daran, dass kaum medialer Austausch zwischen IS und westlichen Medien passiert.

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