UNO schätzt Verlust Russlands durch Sanktionen auf ein Prozent des BIP

Idris Jazairi, der „Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats für die negativen Auswirkungen von einseitigen Zwangsmaßnahmen zur Verwirklichung der Menschenrechte“ hat am Mittwoch seinen Bericht vorgelegt.

„Nach groben Schätzungen werden die nachteiligen Auswirkungen von Sanktionen auf Russland – wenn wir sie vom „Ölschock“ trennen – in Verlusten ausgedrückt durchschnittlich 1% des BIP ausmachen“, heißt es in seinem Bericht.

Jazairi, der im April dieses Jahres Russland besuchte, betont, dass die Sanktionen gegen Russland für die Staaten, die sie initiierten, „besonders in der Europäischen Union“ kostspielig waren. Am „plausibelsten“ dürften ungefähre Verluste von etwa 3,2 Milliarden Dollar pro Monat sein.

Am stärksten habe es in Russland die Menschen getroffen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, insbesondere „Menschen im Alter von 7-16 Jahren, Frauen im erwerbsfähigen Alter und Rentner“.

Es sei nicht noch schlimmer gekommen, weil „die Regierung sehr effektiv eine antizyklische Politik umgesetzt hat, den Rubel frei gegeben und den Anteil des öffentlichen Sektors erhöht hat.“

Im Bericht wird betont, dass „die russische Wirtschaft ein hohes Maß an Stabilität und die Fähigkeit, sich an neue Umstände anzupassen, bewiesen hat.“  Darüber hinaus habe es einen neuen Impuls zur Diversifizierung der Wirtschaft gegeben, wirksame Import-Substitution sei betrieben worden und Beziehungen zu neuen Partnern in Asien und anderen Regionen seien geschaffen worden.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.