UN-Giftgasvorwürfe an die syrische Regierung

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[von Bernd Murawski] Es wirkt wie gezieltes Timing, wenn UN-Vertreter die syrische Armee unmittelbar nach der Befreiung von Deir ez-Zor für Giftgas-Attacken verantwortlich machen.

Gerade konnte die syrische Armee mit dem Durchbrechen der Belagerung von Deir ez-Zor einen bedeutenden militärischen Coup verbuchen. Dadurch erlangte sie einen kaum einholbaren Vorsprung bei der Befreiung des Ostteils Syriens gegenüber den von den USA unterstützten Verbänden der YPG/SFD. Dort befinden sich nicht nur wirtschaftlich relevante Ölvorkommen, sondern es öffnet sich auch eine direkte Landverbindung zu Irak und Iran.

Dieser Erfolg wird der Assad-Regierung nun durch die Publizierung des Berichts der UN-Untersuchungskommission für Syrien vergällt. Diese wurde im August 2011 vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzt und besteht aus dem Brasilianer Paolo Pinheiro, der US-Amerikanerin Karen Abu-Zayd und der Schweizerin Carla Del Ponte. Letztere gab allerdings vor einem Monat ihren Rücktritt bekannt. Inwieweit sie an der Erstellung des aktuellen Berichts beteiligt war, geht aus der offiziellen WEB-Seite der Kommission nicht hervor, aber sie wird dort weiterhin als Mitglied geführt.

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