Ukrainischer Geheimdienst SBU sieht russische Geheimdienste hinter Petya/NotPetya-Infektion

Foto: SBU via Telepolis

[von Florian Rötzer] Der Angriff am Tag vor dem Nationalfeiertag sei nur unter dem Deckmantel einer Ransomware-Attacke erfolgt, laut dem SBU sollte Panik ausgelöst werden.

Am 27. Juni begann eine Trojaner-Angriffswelle. Der vom amerikanischen Geheimdienst stammende und von der bislang unbekannten Gruppe Shadow Brokers im April veröffentlichte EternalBlue ist die Grundlage des Petya/NotPetya-Trojaners ebenso wie die von WannaCry. Letztes Jahr waren die mit amerikanischen Steuergeldern erstellten Cyberwaffen in die Hände der Gruppe gefallen, die sie erst einmal verkaufen wollte. Ob sie dann selbst oder jemand anderer die Cyberwaffen, die auf von der NSA gehorteten Sicherheitslücken in Microsoft-Programmen basierten, eingesetzt haben, ist bislang nicht bekannt (Globaler Ransomware-Angriff liegt in der Verantwortung der Unsicherheitsdienste).

In der New York Times wird scharfe Kritik geübt: „Das ist so, wie wenn die Luftwaffe einige der neuesten Raketen verloren hätte und entdecken würde, dass ein Feind sie gegen amerikanische Alliierte gerichtet hat, aber die Luftwaffe sich dennoch weigert zu reagieren oder selbst anzuerkennen, dass die Raketen für einen amerikanischen Einsatz gebaut wurden.“ Schließlich könnten die eigenen Waffen auch verwendet werden, um die USA anzugreifen. Schon vor dem letzten Angriff hatte Leon Panetta, Ex-Verteidigungsminister und ein früherer CIA-Direktor, erklärt, er sei nicht sicher, ob alle in der Lage seien zu erfassen, was geschehen kann, „da diese ausgeklügelten Viren plötzlich mehr und mehr in anderen Bereichen auftauchen, als man intendiert hatte.“ Das sei die künftige Gefahr.

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