Ukrainischer Geheimdienst: Proteste in Kiew – Vorbereitung einer russischen MilitärinvasionUkrainisches Militär Foto Generalstab der Streitkräfte der Ukraine

Ukrainischer Geheimdienst: Proteste in Kiew – Vorbereitung einer russischen Militärinvasion

Der Leiter der Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Kyrylo Budanov behauptet, Russland stecke hinter den jüngsten Protesten gegen die COVID-19-Impfung in Kiew und anderen Kundgebungen und Protesten in der Ukraine – es handele sich um die Vorbereitung einer groß angelegten militärischen Invasion. Seiner Meinung nach wird der militärische Teil der Operation Ende Januar/Anfang Februar – wenn die Böden gefroren sind – beginnen.

Russland brauche die Proteste, damit die ukrainische Bevölkerung zur Ansicht gelange, dass die ukrainischen Behörden gegen ihr eigenes Volk sind und sie verraten haben; dadurch solle erreicht werden, dass die Bevölkerung während der Militäroperation keinen Widerstand leistet, glaubt Budanow. „Sie wollen Kundgebungen und Proteste veranstalten, um zu zeigen, dass die Menschen gegen die Regierung sind“, sagte er der Military Times: „Sie versuchen zu beweisen, dass unsere Regierung das Volk verrät.“ Dem Chef des ukrainischen Geheimdienstes zufolge versucht Russland, die Ukrainer davon zu überzeugen, ihre Regierung zu wechseln, und wenn das nicht gelingt, „wird die Armee eingreifen“.

Budanow sagte auch, dass Russland im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Militäroperation nicht nur 92.000 Soldaten, sondern auch ballistische Kurzstrecken-Raketensysteme vom Typ Iskander an die Grenze gezogen habe. Er vermutet, die Invasion werde mit Artillerie- und Luftangriffen und einer Seelandung bei Odessa und Mariupol beginnen.

Auch der US-Geheimdienst hat die europäischen Verbündeten bereits vor der Wahrscheinlichkeit eines russischen Einmarsches in der Ukraine, die mit zunehmender Kälte angeblich steigt, gewarnt.

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, bezeichnete diese Äußerungen als künstliche Eskalation. Der Kreml schließt jedoch Provokationen angesichts der Behauptungen, Russland bereite eine Invasion in der Ukraine vor, nicht aus. Er ist der Meinung, dass der Westen mit seinen Erklärungen „künstlich Hysterie schürt“.

Mit Artikeln in westlichen Medien und Äußerungen von Politikern, Russland bereite eine Invasion in der Ukraine vor, werde die spätere Behauptung, Russland habe provoziert, vorbereitet.

Peskow wies auch darauf hin, dass die Ukraine mit ihren Äußerungen über eine mögliche russische Invasion nach einem Weg sucht, die Situation im Donbass mit Gewalt zu regeln. „Und das wahrscheinlich unter dem Deckmantel der NATO-Übungen, der NATO-Schiffe im Schwarzen Meer, der amerikanischen und britischen Soldaten in der Region, die immer zahlreicher werden. Das ist es, was die Ukraine zu erreichen versucht“.

Zuvor hatten die US-Geheimdienste ihre europäischen Verbündeten gewarnt, dass die Wahrscheinlichkeit einer russischen Invasion in der Ukraine mit der zunehmenden Kälte steigt. Die USA sind angeblich der Meinung, dass „die Invasion vom Wetter abhängt“, aber innerhalb weniger Wochen stattfinden könnte, wenn der Westen nicht eingreift.

Bei seinem Besuch in den USA forderte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Reznikow die USA und Europa auf, Russland zur „Aufgabe der Invasion“ in der Ukraine zu bewegen. Er begründete seine Behauptungen und Vermutungen bezüglich der angeblichen Pläne Moskaus nicht.

[hrsg/russland.NEWS]

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