Ukrainische Sanktionen gegen russische Banken

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Der Vorsitzende des Staatssicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow hat erklärt, die Nationalbank der Ukraine und der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) würden binnen eines Tages Sanktionen gegen ukrainische Banken, die auch russische Anteilseigner haben, beantragen.

Alle ukrainischen Banken sollen überprüft werden, ob deren Kapital im Besitz russischer Banken ist.

Wie der Sender ‚112 Ukraine‘ berichtet, ist der Nationale Sicherheitsrat dabei, Sanktionen gegen die ukrainische Tochterbank der russischen Sberbank zu verhängen.

Nach Angaben der Analysten der ‚BCS Global‘ wird der maximale Verlust der Sberbank in der Ukraine im Falle einer vollständigen Abschreibung von allen Vermögenswerten der Tochterbank bis zu 47 Milliarden Griwna (rund 1,65 Milliarden Euro), was etwa 0,4 Prozent der Aktiva der Sberbank Gruppe entspreche, betragen, berichtet die Iswestija.

Dmitri Peskow, der Sprecher Putins, ist der Auffassung, dass sich die Ukraine durch diese Aktionen nur selbst schadet, da diese für das Investitionsklima in der Ukraine absolut schädlich sind. Dies zeigt, dass das Arbeiten in der Ukraine gefährlich und wirtschaftlich unberechenbar ist.

Moskau werde keine direkten Antworten auf die ukrainischen Handlungen geben. Man werde ruhig abwarten und sehen, was die Zukunft bringt, zitiert die TASS Peskow.

[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.