Ukrainische Nationalbank (NBU) will Sanktionen gegen russische Sberbank

Die Nationale Bank der Ukraine hat angekündigt, Sanktionen gegen die russische «Sberbank» zu verhängen. Dies sei die Antwort auf die Tatsache, dass die Sberbank  von den Bewohnern der Donbassrepubliken von DVR und LVR ausgestellte Pässe akzeptieren und ihnen ihre Dienste anbieten würde. Das meldet der Presse-Dienst der Nationalen Bank der Ukraine (NBU).

„Sollten sich diese Informationen bestätigen, werden wir den Staatssicherheits- und Verteidigungsrat veranlassen, die Frage von Sanktionen gegen »OAO Sberbank« in der Ukraine zu überprüfen“, heißt es in der Mitteilung.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur URA.RU berichtet, dass die russische Sberbank begonnen hatte, die Kunden aufgrund der Pässe der Donezk- und Lugansk-Volks-Republiken zu bedienen. Dieser Schritt war möglich geworden Dank dem Erlass Präsident Putins über die Anerkennung der Pässe von DVR und LVR.

Der Innenminister der Ukraine Arsen Avakov nahm die Nachricht, dass die Nationalbank bereit ist, Sanktionen gegen die Tochtergesellschaft der Sberbank zu initiieren, mit Begeisterung auf. Auf seinem Microblog Twitter versicherte er als Beteiligter, „dass mindestens eine Stimme im Staatssicherheits-und Verteidigungsrat für die Einführung von restriktiven Maßnahmen gegeben werde.“

[hmw/russland.RU]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.